Der GDT-Index ist um 4,9 Prozent gefallen, die Milchankaufspreise in der EU sinken weiter
Der Abschwung auf dem weltweiten Milchmarkt verschärft sich weiter – bei der jüngsten „Global Dairy Trade“-Auktion sank der Handelsindex für Milchprodukte um 4,9 Prozent. Dies ist bereits der dritte Rückgang in Folge und der stärkste Indexrückgang in diesem Jahr.
Bei dieser Auktion verzeichnete der Preisindex für Cheddar mit einem Rückgang um 12,3 Prozent den stärksten Einbruch.
Der Preis für Magermilchpulver sank um 7 Prozent, der für Butter um 5 Prozent, der für Vollmilchpulver um 4,4 Prozent, der für wasserfreies Milchfett um 3,9 Prozent und der für Laktose um 3,6 Prozent.
Gleichzeitig stieg der Preisindex für Mozzarella um 3,8 Prozent, während Molkenpulver um 8,2 Prozent teurer wurde.
Nach Angaben des Milchmarktbeobachtungszentrums der Europäischen Kommission (EK) lag der durchschnittliche Milchankaufspreis im Zeitraum Januar bis Mai dieses Jahres bei 43,5 Cent pro Kilogramm. Dieser Wert liegt um 18,5 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums und um 5,4 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt für denselben Zeitraum.
Im Mai sank der durchschnittliche Ankaufspreis für Rohmilch in der Europäischen Union (EU) den achten Monat in Folge.
Die stärksten jährlichen Rückgänge der Milchpreise wurden in diesem Zeitraum in Belgien, Litauen, den Niederlanden, Dänemark, Deutschland, Irland, Ungarn und Schweden verzeichnet.
In sechs EU-Ländern blieben die Milchpreise unverändert oder stiegen leicht an: in Malta, Finnland, Spanien, Zypern, Kroatien und Griechenland.
Die GDT-Auktionen finden alle zwei Wochen statt und gelten als einer der wichtigsten weltweiten Preisindikatoren für Milchprodukte, der sowohl Exporteure als auch Importeure weltweit beeinflusst.