Achtung! Die Jagdquote für Elche für diese Jagdsaison wurde bekannt gegeben
Die Abteilung für Umweltschutz teilt mit, dass das Umweltministerium den Entwurf einer Verordnung des Umweltministers zur Abstimmung vorgelegt hat, in dem vorgeschlagen wird, für die Jagdsaison 2026–2027 eine Abschussquote von 3.935 Elchen festzulegen. Dies ist weniger als die in den beiden vorangegangenen Jagdsaisons geltende Quote von etwa 4.300 Tieren.
Elche sind nach wie vor die einzigen jagdbaren Huftiere in Litauen, deren Bejagung durch eine staatlich festgelegte Quote begrenzt ist. Die konkreten Abschussquoten für jede Gemeinde werden von den kommunalen Kommissionen zur Festlegung der Abschussquoten für Wildtiere vorgeschlagen, in denen Vertreter des Umweltschutzdepartements, der staatlichen Forstämter, der privaten Wald- und Landbesitzer sowie der Jagdverbände mitarbeiten. Die endgültige Gesamtquote wird vom Umweltminister auf der Grundlage der im Informationssystem zur biologischen Vielfalt eingereichten Daten genehmigt.
Die höchsten Quoten werden in dieser Saison für die Gemeinde Švenčionys – 214 Elche, für die Gemeinde Varėna – 205 und für die Gemeinde Ignalina – 201 vorgeschlagen.
Die Jagd auf Elchbullen ist vom 15. August bis zum 15. Dezember erlaubt, auf Elchkühe vom 1. Oktober bis zum 30. November und auf Jungtiere vom 1. Oktober bis zum 31. Januar.
Zuvor war vorgeschlagen worden, die Begrenzung aufzuheben
Diese Entscheidung ist auch deshalb wichtig, weil bereits im vergangenen Jahr die Möglichkeit erwogen wurde, die Begrenzung der Elchjagd gänzlich aufzuheben. Einen solchen Vorschlag hatte das Umweltministerium im Entwurf zur Änderung der Jagdordnung vorgelegt, der jedoch auf heftige Kritik seitens Jagdverbänden, Naturschützern und Politikern stieß.
Nach den Diskussionen wurde beschlossen, die Begrenzung nicht aufzuheben. Zu Beginn des Jahres bestätigte Umweltminister Kastytis Žuromskas, dass es derzeit keine ausreichende Grundlage gebe, die Begrenzung der Elchjagd aufzuheben, da es an verlässlichen Daten zum Zustand des Bestands und zu den langfristigen Folgen einer solchen Entscheidung mangelt.
Warum Elche nicht ohne Beschränkungen gejagt werden dürfen
Obwohl der Elchbestand in Litauen relativ stabil bleibt, ist diese Art deutlich empfindlicher als beispielsweise der Rothirsch oder das Reh.
Elche leben einzeln oder in kleinen Familien, und die Weibchen bringen meist ein, seltener zwei Jungtiere zur Welt. Aufgrund dieser langsameren Fortpflanzung und geringeren Fruchtbarkeit erholt sich der Bestand deutlich langsamer als bei anderen Huftierarten.
Zudem sind Elche stark auf geeignete Lebensräume angewiesen. Die Fragmentierung der Wälder, die Trockenlegung von Mooren und der Verlust von Lebensräumen schränken ihre Lebensräume ein. In den letzten Jahren wird auch immer häufiger über den zunehmenden Einfluss von Wölfen auf die Überlebensrate von Elchkälbern gesprochen. Beobachtungen von Jagdgebietnutzern zeigen, dass in einigen Gebieten jedes Jahr immer weniger Jungtiere gesichtet werden.
Aus diesen Gründen könnte eine unkontrollierte Elchjagd langfristige negative Folgen haben. Würden zu viele ausgewachsene Tiere erlegt, würde es viele Jahre dauern, bis sich der Bestand wieder erholt hat. Genau aus diesem Grund wird in Litauen weiterhin das Prinzip der Begrenzung angewendet, das es ermöglicht, die Jagd entsprechend dem jährlichen Bestandszustand zu regulieren, anstatt sie völlig uneingeschränkt zu belassen.
Anmerkungen und Vorschläge zum Verordnungsentwurf können bis zum 13. Juli über das Informationssystem für Rechtsakte eingereicht werden.