Neue 35-Millionen-Euro-Geflügelanlage in Vilnius erhält den Status eines Großinvestitionsprojekts

Vištos. ŽŪM nuotr.

Die geplante 35 Millionen Euro teure Produktverarbeitungsanlage in Kaišiadorys, die sich im Besitz von Vilniaus Paukštynas, einem der größten Agrar- und Lebensmittelkonzerne im Baltikum, befindet, hat von der "Akola-Gruppe" den Status eines Großinvestitionsprojekts erhalten.

Die Geflügelfarm plant, noch in diesem Jahr mit dem Bau der neuen Anlage zu beginnen und sie bis 2029 fertigzustellen, wodurch 81 neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

In der Anlage soll die erste industrielle Verarbeitungslinie für tierische Biomasse in Europa installiert werden, die in der Lage ist, Proteine gezielt auf molekularer Ebene zu verändern, teilte das Ministerium für Wirtschaft und Innovation am Dienstag mit.

„Projekte der Kreislaufwirtschaft ziehen immer mehr Investitionen von litauischen Unternehmen an und fördern die Entwicklung fortschrittlicher Biotechnologien. Die in Kaišiadorys geplanten Investitionen würden die Anwendung des Protein-Engineerings bei der Entwicklung von exportorientierten Zutaten mit hohem Mehrwert ermöglichen", sagte Minister Edvinas Grikšas in einer Erklärung.

„Diese Investition ist ein wichtiger Teil unserer langfristigen Entwicklung &ndquo; sie würde eine noch effizientere Nutzung der in der Geflügelzucht anfallenden Rohstoffe ermöglichen“, – sagte Saulius Petkevičius, Generaldirektor von „Vilniaus paukštynas“ in einer Erklärung.

Die Anlage soll Geflügelbiomasse zu funktionellen Proteinprodukten mit hohem Mehrwert für Futtermittel, Kosmetika, Biotechnologie und andere Branchen verarbeiten. Rund 80 % der Produktion sollen exportiert werden.

Zu den herzustellenden Produkten gehören Peptide mit sehr niedrigem Molekulargewicht, die eine gute Bioverfügbarkeit und einen höheren Mehrwert als herkömmliche Futtermittel aufweisen. Für diesen Prozess ist eine innovative Regelung auf der Basis von "Inline NIRS"-Spektroskopie und Bildanalyse mit künstlicher Intelligenz geplant.

Außerdem könnten diese hochwertigen Inhaltsstoffe primäre Proteinrohstoffe ersetzen, die in anderen Industrien verwendet werden und deren Produktion zu höheren Treibhausgasemissionen führt.

Der Status eines Großprojekts wird Projekten mit einem Mindestwert von 20 Millionen Euro (30 Millionen Euro für Investitionen in Vilnius) verliehen, die mindestens 20 neue Arbeitsplätze schaffen. Sie profitieren von 0 % Gewinnsteuer für bis zu 20 Jahre, einer schnelleren Raumplanung und Baugenehmigung, einem vereinfachten Migrationsverfahren für ausländische Fachkräfte und einer schnelleren Entwicklung der Infrastruktur.

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