Im Mai bestimmten saisonale Trends den Markt für frisches Gemüse: Gurken und Tomaten wurden um ein Viertel billiger
Im Mai 2026 machte sich die Saisonalität auf dem litauischen Markt für frisches Gemüse immer deutlicher bemerkbar. Angesichts des steigenden Angebots an einheimischen Erzeugnissen sanken die durchschnittlichen Ankaufspreise für viele Gemüsesorten, obwohl in einigen Segmenten auch Preisanstiege zu verzeichnen waren. Der Mai war für Pilzzüchter günstiger, und auch auf den Märkten für Kartoffeln und Möhren herrschten positive Preistrends vor.
Die Preise für Gewächshausgemüse sanken am stärksten
Der stärkste Preisrückgang im Mai wurde im Segment der Gewächshausgemüse verzeichnet. Der durchschnittliche Ankaufspreis für Gurken sank von 2,24 Euro/kg im April auf 1,66 Euro/kg im Mai. Dies entspricht einem Rückgang von 25,9 Prozent.
Eine ähnliche Situation war auch auf dem Tomatenmarkt zu beobachten. Der durchschnittliche Ankaufspreis sank im Monatsverlauf von 4,49 Euro/kg auf 3,33 Euro/kg, was einem Rückgang von 25,8 Prozent entspricht.
Auslöser für diese Veränderungen waren die in vollem Gange befindliche Saison und das wachsende Angebot an litauischen Gewächshausprodukten, was den Wettbewerb auf dem Markt verstärkte und Druck auf die Preise ausübte.
Auch Zwiebeln und Salat wurden günstiger
Im Mai sanken auch die Preise für einige andere frische Gemüsesorten. Der durchschnittliche Ankaufspreis für Zwiebeln lag bei 0,20 Euro/kg und war damit um 25,9 Prozent niedriger als im April.
Die Preise für Salat sanken um 21,4 Prozent – von 4,76 Euro/kg auf 3,74 Euro/kg. Dies hängt ebenfalls mit dem steigenden Angebot an einheimischen Erzeugnissen und dem stärkeren Einsetzen der Saison zusammen.
Für Kartoffel- und Möhrenanbauer – eine günstigere Situation
Im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsesegmenten war auf dem Kartoffelmarkt im Mai ein Preisanstieg zu beobachten. Der durchschnittliche Ankaufspreis für Kartoffeln erreichte 0,25 Euro/kg und lag damit um 19 Prozent höher als im April.
Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres blieb der Kartoffelpreis jedoch um fast ein Drittel niedriger.
Positive Tendenzen waren auch auf dem Möhrenmarkt zu beobachten. Ihr durchschnittlicher Ankaufspreis lag im Mai bei 0,46 Euro/kg und war damit um 2,2 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Mai 2025 waren die Karotten sogar um 35,3 Prozent teurer.
Die Preise für Champignons stiegen weiter an
Der Monat Mai war auch für die Champignon-Erzeuger günstiger. Der durchschnittliche Ankaufspreis für weiße Champignons stieg um 3,5 Prozent und erreichte 2,95 Euro/kg.
Ein noch stärkerer Anstieg wurde im Segment der braunen Champignons verzeichnet – deren Preis stieg um 7,6 Prozent und belief sich auf 3,96 Euro/kg. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres waren braune Champignons um 10,6 Prozent teurer.
Stabilität auf dem Kohlmarkt
Der durchschnittliche Ankaufspreis für Weißkohl blieb im Mai unverändert und lag bei 0,31 Euro/kg. Im Vergleich zum Mai 2025 lag er jedoch um ganze 58 Prozent niedriger.
Der Preis für Rotkohl sank im Monatsvergleich um 5,9 Prozent und lag bei 0,64 Euro/kg.
Litauische Erdbeeren kehrten auf den Markt zurück
Mit Beginn der Saison für litauische Erdbeeren im Mai kamen die ersten Erzeugnisse der neuen Ernte auf den Markt. Der durchschnittliche Ankaufspreis für Erdbeeren lag bei 8,85 Euro/kg.
Im Vergleich zum April waren die Erdbeeren um 12,2 Prozent günstiger, im Vergleich zum Mai 2025 lagen die Preise um 4,4 Prozent niedriger.
Das Angebot an einheimischen Erzeugnissen wird den Markt weiterhin prägen
Die Daten für den Monat Mai zeigen, dass das steigende Angebot an litauischem Gemüse einen erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung hatte. Der deutlichste Preisrückgang wurde im Segment der Gewächshausgemüse verzeichnet, während die Preise für einige Lagergemüse und Champignons stabil blieben oder stiegen.
Mit dem Herannahen der Sommersaison und steigenden Mengen an einheimischen Erzeugnissen ist davon auszugehen, dass der Einfluss saisonaler Faktoren auf dem Markt weiter zunehmen wird. Dies könnte zu neuen Preisveränderungen sowohl im Gemüsesegment als auch im Beerensegment führen.