Erstickende Hitze – eine Gefahr für Tiere: Wie erkennt man einen Hitzschlag?

VMVT nuotr.

In den kommenden Tagen wird es in Litauen weiterhin heiß bleiben – da das Thermometer die 30-Grad-Marke überschreitet, warnt der Staatliche Lebensmittel- und Veterinärdienst (VMVT), dass sowohl Haustiere als auch Nutztiere in landwirtschaftlichen Betrieben besondere Aufmerksamkeit und Pflege benötigen. Hohe Temperaturen wirken sich auf den Organismus der Tiere aus – ein überhitztes Tier atmet schnell und flach, wird unruhig, kann stark schwitzen und unter Koordinationsstörungen leiden. Werden diese Anzeichen bemerkt, muss das Tier so schnell wie möglich in den Schatten gebracht und gekühlt werden – mit kühlem Wasser oder anderen sicheren Kühlmaßnahmen.

An heißen Tagen werden Tiere aktiv von blutsaugenden Insekten befallen, die ebenfalls schwerwiegende Gesundheitsstörungen oder sogar Lebensgefahr verursachen können. Es wird empfohlen, in Tierapotheken erhältliche Schutzmittel zu verwenden, die Tiere während der Zeit der höchsten Insektenaktivität in geschlossenen Räumen unterzubringen sowie für Schatten, gut belüftete Orte zu gewährleisten oder Maßnahmen zur Wasserkühlung (Besprühen, Baden, Duschen) anzuwenden.

Die Tiere müssen stets die Möglichkeit haben, sauberes, kühles Wasser zu trinken. Tiere, die auf Weiden gehalten werden, dürfen während der heißesten Tageszeit nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein – sie benötigen Schatten: Baumschatten, Überdachungen oder Lauben.

In den Tierhaltungsräumen müssen wirksame Belüftungssysteme vorhanden sein, insbesondere bei der Haltung von Schweinen oder Geflügel. Außerdem wird empfohlen, Alarmsysteme zu installieren, die vor Störungen der Belüftung oder gefährlich angestiegenen Temperaturen warnen.

Beim Transport von Tieren müssen Belüftung, Temperaturkontrolle und die Möglichkeit zum Trinken gewährleistet sein. Bei Lufttemperaturen von 30 °C und mehr wird empfohlen, Transporte zu verschieben, es sei denn, das Transportfahrzeug ist mit einem wirksamen Kühlsystem ausgestattet. Es wird empfohlen, Tiere früh morgens oder nachts zu transportieren, um einen längeren Aufenthalt in heißer Umgebung und unvorhergesehene Zwischenstopps zu vermeiden.

Hunde, Katzen und andere Haustiere vertragen Hitze nur schwer, daher benötigen sie einen kühlen, gut belüfteten Raum. Es ist wichtig, einen ständigen Zugang zu Wasser zu gewährleisten, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf kühleren Oberflächen auszuruhen, und sie bei Bedarf mit einem feuchten Handtuch oder durch Besprühen mit Wasser zu kühlen. Besonders empfindlich sind ältere, kranke, übergewichtige und kurzschnäuzige Tiere.

In der heißen Jahreszeit nimmt der Appetit der Tiere naturgemäß ab, daher wird empfohlen, die Futtermenge zu reduzieren und leichter verdauliches Futter zu wählen. Das Wasser muss häufig gewechselt werden, damit es frisch, kühl und sauber bleibt.

Lassen Sie Tiere niemals allein im Auto – auch nicht für kurze Zeit, da die Temperatur im Innenraum innerhalb weniger Minuten gefährlich ansteigen kann. Es wird ebenfalls davon abgeraten, Hunde mit dem Kopf aus dem Fenster strecken zu lassen, da dies zu gesundheitlichen Schäden führen kann.

Spaziergänge mit Haustieren sollten morgens oder abends geplant werden, um den aufgeheizten Asphalt zu vermeiden, der die Pfoten verbrennen könnte.

Wenn das Tier träge wird, stark hechelt, übermäßig sabbert, gerötete Schleimhäute aufweist, sich erbricht oder das Bewusstsein verliert – muss so schnell wie möglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

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