Autonomes Fahren hält auch bei alten Traktoren Einzug: Man muss keine neue Maschine mehr kaufen

„AgXeed“ robotai yra skirti monotoniniams žemės ūkio darbams, tokiems kaip šienavimas, mulčiavimas, sėja ir kiti, atlikti.

Die autonome Traktorsteuerung ist längst keine Lösung mehr, die nur für die neuesten Modelle gedacht ist. Dank des neuen „AgXeed“-Systems können auch ältere Traktoren vorab geplante Arbeiten nahezu selbstständig ausführen. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass autonome Technologien in großen landwirtschaftlichen Betrieben keine futuristische Vision mehr sind – sie werden zur Antwort auf die realen Herausforderungen der modernen Landwirtschaft.

Noch vor einigen Jahren assoziierten die meisten Menschen einen autonomen Traktor lediglich mit futuristischen Prototypen, die auf den größten Messen der Welt vorgeführt wurden.

Wie die polnische Presse feststellt, hat sich die Situation heute völlig gewandelt. Die autonome Steuerung wandelt sich von einer technologischen Neuheit zu einem praktischen Werkzeug, das von großen landwirtschaftlichen Betrieben, die mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und dem wachsenden Bedarf an möglichst präziser Arbeitsausführung konfrontiert sind, immer häufiger benötigt wird. Zudem ist diese Technologie nicht mehr nur für die neuesten Traktoren bestimmt – sie lässt sich auch auf Maschinen anwenden, die bereits seit vielen Jahren auf den Höfen im Einsatz sind.

Genau diese Lösung hat das Unternehmen „AgXeed“ vorgestellt, das eine kompakte VCU (Vehicle Control Unit) entwickelt hat. Dieses Gerät ermöglicht es, einen bestehenden Traktor mit einem autonomen Steuerungssystem auszustatten, sodass keine Investitionen in komplett neue Technik erforderlich sind.

Alte Traktoren – neue Möglichkeiten

Die Grundlage des Systems bildet eine kleine Steuereinheit, die mit dem ISOBUS-TIM-Bus und der „TraXwise“-Plattform zusammenarbeitet. Mithilfe dieses Systems kann der Bediener den gesamten Arbeitsablauf im Voraus planen – Fahrwege auf dem Feld, Wendemanöver am Feldende und den Einsatz des angehängten Anbaugeräts.

Sobald die Arbeit beginnt, führt der Traktor die Aufgaben selbstständig aus, während die Rolle des Bedieners eher eine überwachende ist – er beobachtet den gesamten Prozess und greift bei Bedarf ein. Dies unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen automatischen Lenksystemen, die den Traktor lediglich auf einer festgelegten Fahrspur halten.

Autonomie ist längst keine Science-Fiction mehr

Noch vor nicht allzu langer Zeit schien die autonome Traktorsteuerung eine Idee aus Science-Fiction-Filmen zu sein. Heute ist jedoch klar, dass sie für große landwirtschaftliche Betriebe zu einer praktischen Notwendigkeit wird. Angesichts wachsender Anbauflächen, eines Mangels an qualifizierten Bedienern und der Tatsache, dass Arbeiten oft innerhalb kurzer Zeitfenster mit günstigen Wetterbedingungen erledigt werden müssen, wird jede Betriebsstunde der Maschinen besonders wichtig.

Die Möglichkeit, einem Traktor wiederkehrende Aufgaben zu übertragen, ermöglicht es, die Mitarbeiter für komplexere Arbeiten einzusetzen und steigert gleichzeitig die Arbeitsproduktivität des gesamten Betriebs. Das System nutzt GPS-Satellitennavigation mit RTK-Korrekturen, wodurch sich der Traktor äußerst präzise fortbewegen kann. Die maximale Arbeitsgeschwindigkeit beträgt 20 km/h.

Eine wichtige Rolle spielt auch das ISOBUS-TIM-Kommunikationssystem. Es ermöglicht dem autonomen System, nicht nur den Traktor selbst, sondern auch das daran angeschlossene Anbaugerät zu steuern. In der Praxis bedeutet dies, dass die gesamte geplante Arbeit automatisiert wird. Auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz. Verliert das System das GPS-Signal oder die Verbindung zur Steuerungsplattform, hält der Traktor automatisch an, wodurch eine unkontrollierte Bewegung verhindert wird.

Ein Gerät kann an mehreren Traktoren verwendet werden

Einer der interessantesten Vorteile der Lösung ist die Möglichkeit, die VCU-Einheit schnell von einem kompatiblen Traktor auf einen anderen umzubauen. Nach der Erstkonfiguration kann das Gerät in eine andere Maschine eingebaut werden, sodass ein einziges System auf mehreren Traktoren desselben Betriebs eingesetzt werden kann.

Die vollständige Markteinführung des Systems ist für das Jahr 2027 geplant.

Noch vor einigen Jahren war die Technologie selbst das größte Hindernis für autonome Traktoren. Heute haben die Hersteller bereits bewiesen, dass sie nicht nur die neuesten Modelle, sondern auch Traktoren, die mehrere oder sogar ein Dutzend Jahre alt sind, automatisieren können, sofern diese über die erforderliche elektronische Ausstattung verfügen.

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