Die Preise für Milchprodukte auf dem Weltmarkt stabilisieren sich, doch die Preise für Rohmilch in der EU sinken

Asociatyvi nuotr. Gedimino Stanišausko nuotr.

Auf dem weltweiten Markt für Milchprodukte sind Anzeichen einer Stabilisierung zu erkennen, doch der Ankaufspreis für Rohmilch in der Europäischen Union (EU) sinkt weiter. In der jüngsten Handelssitzung von „Global Dairy Trade“ (GDT) stieg der Gesamtpreisindex für Milchprodukte um 0,1 Prozent.

Berichten zufolge stieg der Preisindex zum zweiten Mal in Folge. Bei der vorangegangenen Auktion war er um 1,5 Prozent gestiegen, nachdem er zuvor dreimal hintereinander gesunken war.

Bei der jüngsten Handelsrunde verzeichnete Laktose den stärksten Preisanstieg; ihr Preisindex stieg um 4,1 Prozent. Ebenfalls stieg der Preisindex für Cheddar-Käse um 3,8 Prozent, für Magermilchpulver um 1,2 Prozent, für Mozzarella-Käse um 1 Prozent und der für Vollmilchpulver um 0,2 Prozent.

Demgegenüber sank der Preisindex für Buttermilchpulver um 2,8 Prozent, für Butter um 2,3 Prozent und für wasserfreies Milchfett um 0,8 Prozent.

Nach Angaben der GDT wurden auf der Auktion 40,5 Tausend Tonnen Milchprodukte verkauft, deren gewichteter Durchschnittspreis bei 3.778 US-Dollar pro Tonne lag.

Nach vorläufigen Daten des Milchmarktbeobachtungszentrums der Europäischen Kommission (EK) sank der durchschnittliche Ankaufspreis für Rohmilch in der EU im Juni um 0,7 Prozent und lag bei 42,34 Eurocent pro Kilogramm. Dies war der neunte Monat in Folge, in dem die Preise sanken.

Seit September letzten Jahres, als ein Kilogramm Rohmilch durchschnittlich 53,4 Eurocent kostete, ist der Ankaufspreis um 20,7 Prozent gesunken.

Nach Angaben des Überblicks der Europäischen Kommission stieg die Milchaufnahme im ersten Quartal dieses Jahres in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Belgien und Polen rasant an.

Der Bericht prognostiziert, dass die Milchproduktion in der EU in diesem Jahr um 1,6 Prozent steigen wird, sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte jedoch aufgrund steigender Kosten und deren Auswirkungen auf die Rentabilität der Betriebe verlangsamen dürfte.

Zudem wird erwartet, dass die Käseproduktion in der EU in diesem Jahr um 1,8 Prozent steigen wird, die Molkeproduktion um um 1,4 Prozent steigen wird; die Produktion von Magermilchpulver dürfte um 6,9 Prozent zunehmen, und die Butterproduktion wird durch ein größeres Angebot an Rohmilch angekurbelt.

Die Produktion von Vollmilchpulver könnte hingegen um 3,1 Prozent zurückgehen, die von frischen Milchprodukten um 0,6 Prozent.

Video