Ein Bär hat sich in einen Bienenstock im Bezirk Kaišiadorys eingeschlichen

Meška įsisuko į bityną. Facebook nuotr.

Der wachsende Bestand an Braunbären in Litauen stellt die litauischen Imker vor neue Herausforderungen. Im Bezirk Kaišiadorys, in der Gemeinde Žasliai, wurde ein schmerzhafter Vorfall registriert – ein Bär, der in eine Imkerei eingedrungen war, hat sieben Bienenvölker vollständig vernichtet.

Über den Besuch des ungebetenen Gastes wurde in der Social-Media-Gruppe „Imker“ berichtet.

Imker werden aufgefordert, wachsam zu bleiben, und Experten warnen: Die üblichen Schutzmaßnahmen gegen diese Raubtiere sind wirkungslos.

Die Gemeinde Žasliai ist geografisch gesehen ein besonders gefährdeter Ort. Die nahegelegenen großen Waldgebiete und natürlichen Wildkorridore schaffen ideale Bedingungen für wandernde Tiere, doch diesmal hat der Besuch des „Gastes“ den Landwirtenenorme Verluste.

Ein außergewöhnlicher Geruchssinn ermöglicht es ihm, Beute aus mehreren Kilometern Entfernung zu wittern

Naturforschern zufolge ist der Kampf gegen einen Bären, der es auf einen Bienenstock abgesehen hat, aufgrund der unglaublichen Sinne des Tieres äußerst schwierig.

Der Braunbär verfügt über einen außergewöhnlichen Geruchssinn – bei günstigen Wetterbedingungen kann er den Geruch von Honig und Bienenbrot sogar aus einer Entfernung von 5–10 Kilometern wahrnehmen. Hinzu kommen ein ausgezeichnetes Gehör und enorme körperliche Kraft, weshalb ein Bienenstand zu einem leichten Ziel wird und der ungebetene Gast bereits über Nacht enormen Schaden anrichten kann.

„Es handelt sich nicht nur um einen finanziellen Verlust durch zerstörte Bienenstöcke oder verlorenen Honig, sondern auch um die Zunichtemachung langjähriger, täglicher Arbeit. Gewöhnliche Zäune oder Hunde können Bären nicht aufhalten“ – so die betroffenen Landwirte.

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