Die Lebensmittelpreise sind so stark gestiegen wie seit 2022 nicht mehr
Der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) berechnete Lebensmittelpreisindex, der die Preise von fünf Gruppen – Getreide, Fleisch, Milchprodukte, Pflanzenöle und Zucker – auf dem Weltmarkt, stieg im August um 1,9 Prozent auf 133,3 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit November 2022, wie aus den am Freitag von der Organisation veröffentlichten Daten hervorgeht.
Dieser Index stieg im August den zweiten Monat in Folge an, wobei Preisanstiege in allen Warengruppen zu diesem Anstieg beitrugen.
Angesichts wachsender Sorgen um die Aussichten für das weltweite Zuckerangebot in der Saison 2026–2027, stieg der Zuckerpreisindex um 11,9 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni 2025.
Der Preisindex für Milchprodukte stieg um 2,3 Prozent, was in erster Linie auf den Preisanstieg bei Milchpulver und Käse zurückzuführen war.
Der Getreidepreisindex stieg um 2,2 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2024; laut FAO war dies auf die starke Nachfrage zurückzuführen, witterungsbedingte Befürchtungen hinsichtlich der Ernteaussichten in den wichtigsten Anbauregionen sowie anhaltende Unsicherheiten bezüglich der Exportströme aus der Schwarzmeerregion bedingt waren.
Der Fleischpreisindex stieg um 1 Prozent, vor allem aufgrund gestiegener Preise für Geflügel-, Schweine- und Schaffleisch.
Schließlich stieg der Preisindex für Pflanzenöle um 0,6 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni 2022, was vor allem auf die weltweit gestiegenen Preise für Palm- und Sojaöl zurückzuführen war.