Nach einem Umsatzrückgang von 28 Prozent nähert sich der Umsatz von „Pöttinger“ wieder der Marke von einer halben Milliarde Euro
Der österreichische Landmaschinenhersteller „Pöttinger Landtechnik“ verzeichnet nach einer zweijährigen Marktabkühlung wieder ein Wachstum. Das Geschäftsjahr 2025–2026, das am 31. Juli 2026 endete, schloss das Unternehmen mit einem Umsatz von 485 Millionen Euro ab – 5 Prozent mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Dies ist das erste deutliche Signal dafür, dass die Umsatzkurve des Unternehmens nach einem Rekordanstieg und dem darauf folgenden starken Einbruch des Landtechnikmarktes wieder nach oben zeigt.
Die Zahlen verdeutlichen, welche Schwankungen der Maschinenhersteller in den letzten Jahren verkraften musste. Im Rekordgeschäftsjahr 2022–2023 belief sich der Umsatz von „Pöttinger“ einen Umsatz von 641 Millionen Euro, während dieser in den Jahren 2024–2025 auf 461 Millionen Euro gesunken war.
Das bedeutet, dass das Unternehmen gegenüber dem Rekordniveau 180 Mio. Euro bzw. rund 28 Prozent seines Umsatzes eingebüßt hatte. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten 24 Mio. Euro Umsatz wiedergewonnen werden. Obwohl der aktuelle Umsatz von 485 Millionen Euro immer noch um 156 Millionen Euro bzw. etwa 24 Prozent unter dem Rekordwert liegt, hat sich der Trend bereits gewendet.
Von besonderer Bedeutung für das Unternehmen ist die Technik zur Grünfutteraufbereitung. „Pöttinger“ gibt bekannt, in diesem Segment hohe Marktanteile gehalten und diese in den Segmenten Mäh- und Futteraufbereitungsmaschinen sowie Ladewagen sogar noch ausgebaut zu haben.
Dies ist auch deshalb von Bedeutung, weil die Grünfutteraufbereitungstechnik traditionell einer der wichtigsten Geschäftsbereiche des österreichischen Herstellers ist. Bereits im Geschäftsjahr 2023–2024, als der Umsatz des Unternehmens 491 Millionen Euro betrug, wurde genau dieses Segment als umsatzstärkstes bezeichnet.
Das Geschäft von „Pöttinger“ ist stark vom Export abhängig – dessen Anteil liegt seit vielen Jahren bei rund 90 Prozent.
Bei einem aktuellen Umsatz von 485 Mio. Euro entspräche dies theoretisch einem Umsatz von rund 436,5 Mio. Euro auf den Auslandsmärkten und etwa 48,5 Mio. Euro auf dem Inlandsmarkt, obwohl das Unternehmen keine derart genaue Aufschlüsselung der Einnahmen vorlegt.
Zu den wichtigsten Exportmärkten zählen weiterhin Deutschland und Frankreich. In Österreich selbst wurde hingegen für die Jahre 2025–2026 ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum verzeichnet.