In Lettland ist ein Einfuhrverbot für Lebensmittel aus Russland und Weißrussland geplant

Asociatyvi nuotr.

In Lettland wird das Einfuhrverbot für Produkte aus Russland und Weißrussland künftig nicht nur für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Futtermittel, sondern auch für Lebensmittel gelten, wie der nationale Rundfunksender am Donnerstag berichtete; dieser Vorschlag muss jedoch noch endgültig vom Saeima gebilligt werden.

Seit März 2024 gilt in Lettland ein nationales Einfuhrverbot für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Futtermittel aus Russland und Weißrussland.

Den Verfassern des Gesetzentwurfs aus dem Landwirtschaftsministerium zufolge gilt dieses Verbot nicht für Lebensmittel, weshalb bestimmte in diesen Ländern hergestellte Produkte, wie beispielsweise Kekse und Schokolade, weiterhin in den Regalen lettischer Geschäfte erhältlich sind.

Das geplante Importverbot wird ein breites Sortiment an Lebensmitteln umfassen, darunter Marshmallows, Kekse, Soßen, Fertigsuppen, Schokolade und Süßigkeiten.

Das Verbot betrifft zudem Samen verschiedener Pflanzen, Heilkräuter, Gewürze, Öle und Mehlprodukte. Darüber hinaus wird der Import von Zuckerrübenmelasse und Zuckerrübentrester aus Russland und Weißrussland sowie von verarbeiteten pflanzlichen Erzeugnissen wie Gemüsekonserven, Gemüsesalaten und Apfelmus verboten.

Die Änderungen sehen ein Einfuhrverbot für Lebensmittel aus Russland und Weißrussland vor, selbst wenn versucht wird, diese über andere Drittländer nach Lettland einzuführen. Mit diesem Schritt wird das Sanktionsregime Lettlands strenger als das anderer EU-Mitgliedstaaten, die nach wie vor erhebliche Mengen an Lebensmitteln und Getränken aus Russland und Weißrussland importieren und in diese Länder exportieren.

In der Begründung zum Gesetzentwurf wird zudem darauf hingewiesen, dass die langjährigen Bemühungen Russlands und Weißrusslands, durch politische, wirtschaftlichen und informativen Mitteln Einfluss auf den lettischen Staat, die Gesellschaft und ihre Werte zu nehmen sowie den außenpolitischen Kurs und die innenpolitische Stabilität des Landes zu untergraben. Um mögliche Bedrohungen für die nationale Sicherheit abzuwenden, ist es daher notwendig, die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Aggressorländern zu reduzieren.

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