Polnische Landwirte erhalten aufgrund gestiegener Düngemittel- und Kraftstoffpreise eine nicht rückzahlbare Beihilfe von bis zu 116 Euro pro Hektar und 0,47 Euro pro Liter Kraftstoff
Die polnische Regierung wird den Landwirten ein Hilfspaket zur Verfügung stellen, um die stark gestiegenen Preise für Düngemittel und landwirtschaftlichen Diesel auszugleichen. Der ausgearbeitete Gesetzentwurf sieht eine Beihilfe von bis zu 116 Euro pro Hektar zur Deckung der Düngemittelkosten sowie eine zusätzliche Zahlung von etwa 0,12 Euro pro Liter Diesel vor. Zusammen mit der bereits geltenden Erstattung der Verbrauchsteuer kann die staatliche Unterstützung insgesamt etwa 0,47 Euro pro Liter Kraftstoff betragen.
Die neue Beihilfe steht im Zusammenhang mit den Auswirkungen der 2026 ausgebrochenen Krise im Nahen Osten auf die Energie- und Rohstoffmärkte. Das polnische Landwirtschaftsministerium argumentiert, dass die Produktionskosten für Landwirte seit Beginn der Krise erheblich gestiegen sind und daher außergewöhnliche Unterstützungsmaßnahmen erforderlich sind. Der Fördermechanismus ist noch nicht endgültig in Kraft getreten; das Dokument durchläuft noch die abschließenden Verfahren und Abstimmungen.
Die höchstmögliche Ausgleichszahlung für Düngemittel würde sich auf etwa 116 Euro pro Hektar belaufen. Die tatsächliche Auszahlung würde jedoch nicht allein von der gemeldeten Fläche abhängen. Die Höhe der Entschädigung würde unter Berücksichtigung des konkret gezahlten Düngemittelpreises und der Differenz zwischen diesem und dem Durchschnittspreis der entsprechenden Düngemittelsorte im letzten Quartal des Jahres 2025 berechnet. Die Förderung würde für Düngemittel gelten, die zwischen dem 1. März und dem 15. August 2026 erworben wurden, wobei Kaufrechnungen als Hauptnachweis für die Ausgaben dienen würden.
Es ist auch eine wichtige Obergrenze vorgesehen – gemäß dem Entwurf könnten bei einem Höchstsatz von 116 Euro pro Hektar maximal 300 Hektar gefördert werden. Das bedeutet, dass theoretisch allein aufgrund der Flächenbegrenzung die höchstmögliche Zahlung pro Betrieb fast 35.000 Euro betragen könnte.