Polnische Landwirte schlagen Alarm: Auf die Weiden werden Äpfel und Möhren mit hineingedrehten Schrauben geworfen

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Polnische Landwirte warnen vor einem grausamen und für die Tiere lebensgefährlichen Phänomen – Unbekannte werfen Äpfel und Möhren, in die Metallschrauben eingedreht sind, auf Rinderweiden. Nach Angaben der Landwirte handelt es sich dabei nicht um Einzelfälle, sondern um systematische Vorfälle. Zudem wird berichtet, dass Fälle, in denen auch elektrische Weidezaunanlagen zerstört werden, zugenommen haben.

Über die Vorfälle berichteten Viehzuchtbetriebe in Polen. Den Landwirten zufolge werden die futterähnlichen Obst- und Gemüsestücke für Rinder zu tödlichen Fallen – die Tiere verschlucken sie, ohne sie vom üblichen Futter unterscheiden zu können. Metallgegenstände, die in den Verdauungstrakt gelangen, können zu Schäden an den inneren Organen, schweren Entzündungen, veterinärmedizinischen Komplikationen oder sogar zum Tod des Tieres führen.

Rinderzüchter betonen, dass sich das Problem nicht auf vereinzelte Fälle von Vandalismus beschränkt. Ihren Angaben zufolge beschädigen Unbekannte regelmäßig auch die Zäune, wodurch die Tiere auf die Straße oder in benachbarte Gehöfte entlaufen können und eine zusätzliche Gefahr für Menschen und den Verkehr darstellen.

Experten weisen darauf hin, dass Äpfel an sich für Rinder nicht schädlich sind. Im Gegenteil – sie werden seit jeher als zusätzliche Futterzutat verwendet. Polen ist einer der größten Apfelproduzenten weltweit und erntet jedes Jahr Tausende Tonnen dieses Rohstoffs.

Das Eindringen von Metallfragmenten in den Organismus von Rindern stellt jedoch eine der größten Gefahren dar. In der tierärztlichen Praxis sind Fälle bekannt, in denen Tiere Draht, Nägel oder andere Metallgegenstände verschlucken, die die Magenwände durchbohren und das Herz oder andere lebenswichtige Organe schädigen können. In solchen Fällen ist die Behandlung oft kompliziert und kostspielig, und die Verluste für die Betriebe belaufen sich auf Hunderte oder sogar Tausende Euro pro Tier.

In der polnischen Landwirtegemeinschaft hat der Vorfall große Empörung ausgelöst. Die Landwirte appellieren an die Bevölkerung, keine Lebensmittel auf Weiden zu werfen, auch wenn die Absichten noch so gut sein mögen. Experten weisen darauf hin, dass nicht nur Fremdkörper, sondern auch falsch ausgewähltes oder plötzlich umgestelltes Futter eine Gefahr für Rinder darstellen kann.

Landwirtschaftsverbände fordern die Landwirte auf, die Weiden regelmäßig zu kontrollieren, den Zustand der Zäune zu überprüfen und verdächtige Vorfälle unverzüglich der Polizei zu melden. Nach Angaben der Züchter gehen solche Handlungen bereits über den Rahmen einfacher Rowdytum hinaus und können als vorsätzliche Tierquälerei gewertet werden.

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