Das Leben auf dem Land: Der Landwirt Audrius Banionis und das Dorf Margininkai (VIDEO)
Landwirte sind die Lebensader des ländlichen Raums in Litauen und versorgen unsere Kleinstädte und ländlichen Gebiete mit Lebensmitteln. Audrius Banionis, der im Dorf Margininkai aufgewachsen ist und dort Landwirtschaft betreibt, bewirtschaftet heute rund 700 Hektar Land, melkt auf seinem Hof 360 Kühe und liefert täglich 10 Tonnen Milch. Außerdem gibt es Schweine, Geflügel und einen riesigen Obstgarten. Der Landwirt verarbeitet alles selbst – er backt Brot, stellt Würste, Schinken, Pastete, verschiedene andere Fleischprodukte und noch vieles, vieles mehr her.
„Ich erinnere mich, dass ich schon mit 3–4 Jahren gerne auf dem Hof war, und später, noch als Kind, träumte ich davon, später einmal Tierarzt zu werden“ – erzählt A. Banionis, der später tatsächlich den Beruf des Tierarztes erlernte.
Mit 28 Jahren begann Audrius, selbstständig Landwirtschaft zu betreiben, als seine Mutter ihm 6 Hektar Land schenkte. „Mit geliehenem Geld kaufte ich einen heruntergekommenen Bauernhof, und so begann meine landwirtschaftliche Tätigkeit“, – sagt A. Banionis, der heute über 100 Menschen Arbeit bietet und dessen Betrieb sich fast so weit ausgedehnt hat wie das Dorf selbst.
Nach den Daten der letzten Volkszählung (2021) sind im Dorf Margininkai nur 126 Einwohner registriert.
Schon in sehr jungen Jahren prägte A. Banionis seine Weltanschauung durch Gebete angesichts der Not, mit der seine Familie damals konfrontiert war. „An Essen mangelte es nicht, aber diese Not war spürbar (...) Gott, ich könnte rund um die Uhr arbeiten, nur um nicht bettelarm zu sein“, – so erinnert sich der Mann an seine Gebete in der Kindheit, der durch seinen Fleiß und seine Hartnäckigkeit den Hof so weit ausgebaut hat, dass seine Produkte in ganz Litauen bekannt sind und das Dorf Margininkai wirklich stolz auf ihn sein kann.
Der Kanal „Agrobitė play“ Der Kanal hat für Sie eine neunteilige Serie über Landwirte vorbereitet, ohne die das Leben auf dem Land unvorstellbar wäre. Sie restaurieren Kirchen, bringen Gemeinschaften zusammen, geben Menschen Arbeit und bieten oft auch Obdach für Menschen in Not.
Es handelt sich um Dokumentarreportagen, die nicht von flüchtigen „TikTok“- oder „Instagram“-Beiträgen handeln, sondern von Menschen, die uns inspirieren und das Dorf mit Leben erfüllen.
Abonnieren Sie den „Agrobitė play“ , um bald zu erfahren, wer diese Helden unserer Zeit sind.
Die Dokumentarreportage wurde teilweise mit Mitteln des Medienförderungsfonds finanziert.