„Nestlé“ beabsichtigt, das Geschäft mit abgefülltem Wasser in ein Gemeinschaftsunternehmen einzubringen

Asociatyvi nuotr.

Der Schweizer Gigant „Nestlé“ beabsichtigt, sein Geschäft mit abgefülltem Wasser in ein Gemeinschaftsunternehmen auszulagern. Diese Entscheidung wurde zweieinhalb Jahre nach dem Skandal um verbotene Aufbereitungsmethoden für sein Mineralwasser, beispielsweise „Perrier“, getroffen.

In einer Mitteilung von „Nestlé“ heißt es, dass dieses Geschäft, zu dem auch andere bekannte Marken wie „San Pellegrino“, an das Unternehmen „Peranel“ übertragen wird, dessen Miteigentümer die US-amerikanische Investmentgesellschaft „Platinum Equity“ sein wird.

„Peranel“ verfügt über mehr als 30 Marken in 120 Ländern.

„Als unabhängiges Unternehmen, das sich ausschließlich auf Wasser und Getränke höchster Qualität konzentriert, „Peranel“ die volle Freiheit haben, in seine Marken zu investieren und Wachstumschancen zu verfolgen“ – so der Schweizer Lebensmittelriese.

„Durch die Zusammenarbeit mit ‚Platinum Equity‘ „Peranel“ bessere Möglichkeiten haben, seine Strategie umzusetzen und dabei noch flexibler zu agieren“ – so Philipp Navratil, Geschäftsführer von „Nestlé“ (Philipp Navratil).

Der Filterskandal

Französische Mineralwasserhersteller gerieten vor einigen Jahren ins Rampenlicht, nachdem die Medien aufgedeckt hatten, dass in der Branche in großem Umfang illegale Filtersysteme zum Einsatz kamen.

Im Jahr 2024 ergab eine von „Le Monde“ und „Radio France“ durchgeführte Untersuchung ergab, dass mindestens ein Drittel des in Frankreich verkauften Mineralwassers unzulässig mit UV-Licht, Kohlefiltern oder extrem feinen Mikrosieben behandelt worden war, die normalerweise zum Herausfiltern von Bakterien verwendet werden.

Nach EU-Recht muss „natürliches Mineralwasser“ von der unterirdischen Quelle bis zur Flasche unverändert bleiben.

„Nestlé“ gab an, dass der Wert von „Peranel“ im Rahmen der jüngsten Transaktion bei 4,9 Mrd. Euro liege, und diese Transaktion dem Unternehmen einen Nettoerlös von rund 3 Mrd. Euro einbringen werde.

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