Die EU atmetete angesichts der neuen US-Zölle erleichtert auf

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Die Europäische Union zeigte sich am Freitag erleichtert über die neuen US-Zölle, die Washington gegenüber seinen Handelspartnern verhängt hat, da sie mit möglichen Vergeltungsmaßnahmen wegen der hohen Geldstrafe gerechnet hatte, die Brüssel gegen den US-Technologieriesen „Google“ verhängt hatte.

„Die EU bewertet es positiv, dass dieses Ergebnis den Verpflichtungen der USA in Bezug auf Zölle entspricht, die im Rahmen der gemeinsamen Erklärung der EU und der USA vereinbart wurden“, – sagte Olof Gill, Sprecher der Europäischen Kommission.

Diese Erklärung wurde am Freitag veröffentlicht, als die neuen US-Zölle für 60 Handelspartner in Kraft traten, die den zuvor in diesem Jahr von Präsident Donald Trump eingeführten und nun auslaufenden weltweiten Zoll ersetzen.

Die neuen Zölle liegen zwischen 10 und 12,5 Prozent und betreffen große Volkswirtschaften wie China, Indien und die Europäische Union.

Ein EU-Vertreter erklärte, dass gemäß der neuen Regelung für die EU ein einheitlicher Zollsatz von 10 Prozent gelten werde und dass erneut zusätzliche Zollbefreiungen für bestimmte europäische Produkte eingeführt würden, beispielsweise Kork und Diamanten, wieder zusätzliche Zollbefreiungen gewährt.

Darüber hinaus würden auch andere Waren von den Zöllen ausgenommen, beispielsweise Flugzeuge sowie deren Ersatzteile und Generika, sagte O. Gillas.

Seiner Meinung nach würde dies eine „positive Dynamik“ für die transatlantischen Gespräche zu verschiedenen Themen schaffen – von strategischen Rohstoffen bis hin zur künstlichen Intelligenz.

Die Mitteilung aus Washington erfolgte nur wenige Stunden nach der Entscheidung der EU, gegen „Google“ eine Geldbuße in Höhe von 890 Millionen Euro wegen wettbewerbsbeschränkender Praktiken im digitalen Sektor zu verhängen.

Dies verstärkte die Befürchtungen in Europa hinsichtlich möglicher Vergeltungsmaßnahmen aus Washington, wie beispielsweise höhere Zölle, da die Trump-Regierung der EU immer wieder vorwirft, mit ihren Vorschriften für digitale Dienste unlauteren Wettbewerb gegen US-Unternehmen zu betreiben.

Die gegen „Google“ verhängte Geldstrafe „führt zu Unsicherheit“ in den Handelsbeziehungen mit den USA, warnte der Handelsbeauftragte des Weißen Hauses, Jamieson Greer, am Donnerstag und sah darin eine „reale Bedrohung“ für die transatlantische Stabilität.

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