Wenn Hormuz geschlossen wird: Wie viel könnte ein neuer Konflikt die litauische Landwirtschaft kosten?
Am Samstagmorgen haben Israel und die Vereinigten Staaten eine Militäroperation gegen den Iran gestartet, um die Herrschaft der Ajatollahs zu stürzen. Beide Seiten tauschten Raketenangriffe aus.
>Israelische und US-amerikanische Raketen trafen Dutzende von Zielen in Teheran und anderen Städten und zerstörten Berichten zufolge Teile der iranischen Militär- und Sicherheitskräfte, darunter auch hochrangige Militärs.
Iran antwortete mit mindestens zwei Wellen von Raketen, die US-Militärbasen in Bahrain, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen.
Dieser Konflikt könnte, wenn er nicht bald beendet wird, schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft haben. Wie israelische Medien berichteten, hat der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz blockiert, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen fließen. Sollte sich dies als wahr erweisen, wäre dies ein verheerender Schlag für die Weltwirtschaft. Die Straße von Hormuz ist die Hauptroute für Gas- und Öllieferungen aus dem Nahen Osten.
>Über die Straße werden bis zu 21 % des weltweiten Erdöls und bis zu 25 % des weltweiten Flüssiggases (LNG) transportiert.
Der Anstieg der Gaspreise könnte sich auch geringfügig auf die Düngemittelpreise auswirken, aber es ist schwer zu sagen, wie viel teurer sie sein werden – dies würde von der Dauer des Konflikts abhängen. Bei der Herstellung von stickstoffhaltigen Düngemitteln macht Gas 60–80 % der Selbstkosten aus.
Die Treibstoffkosten wiederum würden unweigerlich die Produktionskosten für die einzelnen Betriebe erhöhen, insbesondere für die Frühjahrsaussaat und das Spritzen.
Mehr Klarheit wird es am Montag geben, wenn die Börsen in den verschiedenen Ländern und Regionen öffnen werden.
Die USA haben bisher eine riesige Militärmacht um den Iran zusammengezogen, wie es sie seit der Militäroperation im Irak 2003 nicht mehr gab.
Im litauischen Kontext kann dieser militärische Konflikt indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft unseres Landes haben, und zwar in Form von Kosten für Energieressourcen. Es gibt praktisch keine direkten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Iran und Litauen.