Landwirte besorgt über steigende Düngemittel- und Kraftstoffpreise
Die Landwirte im Bezirk Pasvalys sagen, dass ihre Ernten in diesem Winter keine größeren Verluste erlitten haben, aber die größte Sorge bereitet ihnen derzeit der erhebliche Anstieg der Preise für Kraftstoff und Düngemittel.
Lina Židonienė, Vorsitzende des Bezirks Pasvalys des litauischen Bauernverbands, erklärte, dass der kalte und schneereiche Winter den Landwirten in der Region keine größeren Verluste bescherte und die Ernte nicht beeinträchtigte.
„Weizen und Raps hatten einen wirklich guten Winter. Natürlich gibt es unterschiedliche Situationen, vor allem für diejenigen, die ihre Felder aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen später ausgesät haben, da der Herbst sehr nass war. Nach dem Winterhochwasser gab es keine nennenswerten Überschwemmungen auf den Feldern und die Pfützen schrumpften aufgrund des fehlenden Regens schnell. Die Natur hat uns bisher nicht vor besondere Herausforderungen gestellt. Der beunruhigendste Faktor ist derzeit jedoch der erhebliche Anstieg der Kraftstoff- und Düngemittelpreise. Dies wird eine der größten Herausforderungen und Probleme sein, da die Kosten steigen und die Getreideeinkaufspreise nicht steigen – sie sind sicherlich niedrig genug im Vergleich zu den zukünftigen Kosten. In dieser Hinsicht wird es für die Landwirte ein schwieriges Jahr werden. Wenn die Natur ihren Tribut fordert, wird es die Regierung sicher nicht tun", sagt L. Židonienė, Vorsitzende der Pasvalys-Zweigstelle des Bauernverbands.
Am 1. Januar dieses Jahres wurde die CBAM-Steuer (Border Carbon Adjustment Mechanism) auf Düngemittel eingeführt, die den Landwirten voraussichtlich Verluste in Millionenhöhe bescheren wird. Die CBAM ist eines der ehrgeizigsten klimapolitischen Instrumente der Europäischen Union, aber ihre Umsetzung im Düngemittelsektor wirft ernste Fragen auf.
Düngemittel machen bis zu einem Drittel der landwirtschaftlichen Betriebsmittel aus, so dass sich ihre hohen Kosten direkt auf die gesamte Lebensmittelproduktionskette auswirken. Steigende Inputs erhöhen die Kosten für die Getreideproduktion, die Futtermittelpreise, die Kosten für die Viehzucht und langfristig auch die Lebensmittelpreise für die Verbraucher.