Minister: Die Dürre im Sommer hat die deutsche Landwirtschaft in eine schwere Krise gestürzt
Die Dürre dieses Sommers hat die deutsche Landwirtschaft in eine „große, landesweite Krise“ gestürzt, erklärte der Landwirtschaftsminister am Mittwoch und kündigte neue Sofortkredite für Erzeuger an, die unter den schlechten Ernten leiden.
Bei der Vorstellung des Berichts wies das Ministerium darauf hin, dass die Getreideernte voraussichtlich bei etwa 37 Millionen Tonnen liegen werde – das sind mehr als 2 Prozent weniger als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Die Dürre hat vor allem die Mais- und Zuckerrübenbestände stark beeinträchtigt – die Ernte beider Kulturen dürfte im Vergleich zum entsprechenden Durchschnitt um 16 Prozent zurückgehen.
In diesem Sommer setzten Hitze und Dürre einen Großteil Europas zu. Diese Wetterbedingungen führten zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate, in vielen Ländern kam es zu verheerenden Waldbränden und zahlreiche Ernten wurden beeinträchtigt.
„Wir sprechen nicht nur von Tonnen oder Hektar“, sondern auch von der „heutigen Lage unserer Betriebe“, erklärte Minister Alois Rainer (Aloyzas Raineris) und verwies dabei auf die hohen Produktionskosten, die durch die aktuellen Kraftstoffpreise noch weiter in die Höhe getrieben werden.
Da die Regierung den Sektor unterstützen will, kündigte der Minister an, dass das staatliche Darlehensprogramm für Landwirte um 300 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro aufgestockt wird.
A. Rainer fügte hinzu, dass er zudem mit dem Finanzministerium über ein separates Förderprogramm für Landwirte verhandle.
„Die Ernährungssicherheit Deutschlands selbst ist gefährdet“, betonte er.