In Deutschland wurde bei einem Pferd die ansteckende infektiöse Anämie der Pferde festgestellt

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In Deutschland wurde die ansteckende infektiöse Anämie der Pferde (EIA) festgestellt. Aufgrund der Seuche wurde rund um den betroffenen Betrieb in der Gemeinde Salzderhelden eine 1 km breite Schutzzone eingerichtet. Innerhalb dieser Zone müssen alle Pferde, Esel und Maultiere in ihren Ställen bleiben; ihr Abtransport ist nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Alle Tiere in der Zone werden untersucht, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Die deutsche Presse weist darauf hin, dass die EIA durch ein Lentivirus verursacht wird, das sich im Blut infizierter Tiere vermehrt. Meistens wird die Krankheit durch blutsaugende Insekten – Stechmücken und beißende Fliegen – übertragen. Eine Ansteckung ist auch über kontaminierte medizinische Instrumente, Ausrüstung, Blut, Milch, Speichel, Urin, Kot sowie während der Trächtigkeit oder der Paarung möglich.

Infizierte Tiere bleiben ihr Leben lang Virusträger und müssen daher getötet werden. Es gibt keinen Impfstoff gegen diese Krankheit, und eine Behandlung infizierter Tiere ist nicht möglich. Für Menschen stellt das EIA-Virus keine Gefahr dar.

Die Krankheit kann in akuter, chronischer oder asymptomatischer Form auftreten. Zu den Symptomen der akuten Form gehören Fieber, Apathie und kleine Blutungen, insbesondere unter der Zunge und in der Bindehaut. Bei der chronischen Form können Schwellungen und wiederkehrendes Fieber auftreten. Selbst äußerlich gesunde Tiere können Träger des Virus sein.

EIA ist weltweit verbreitet. In Deutschland wurden in den letzten Jahren nur vereinzelte Fälle festgestellt, die häufig mit aus dem Ausland eingeführten Pferden in Zusammenhang standen. Auch das aktuell infizierte Pferd wurde ins Land eingeführt und war vermutlich bereits vor seiner Ankunft infiziert.

Veterinärfachleute empfehlen Pferdehaltern, Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten: Sauberkeit in den Ställen zu gewährleisten, den Einfluss von Insekten zu minimieren, keine gemeinsam genutzten, möglicherweise kontaminierten Geräte zu verwenden und die Pferde regelmäßig auf eine mögliche Infektion zu untersuchen.

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