Am Freitag beginnt die Versteigerung der Vermögenswerte des insolventen estnischen Unternehmens „E-Piim Tootmine“
Am Freitag beginnt die Versteigerung der Vermögenswerte des insolventen estnischen Käse- und Butterherstellers „E-Piim Tootmine“, dem größten Unternehmen seiner Art im Land.
Die Vermögenswerte werden in zwei Hauptlosen verkauft: Das eine umfasst die Käsefabriken in Paide und Peltsamaa, das zweite die Vermögenswerte in Jerva-Jani.
Der Verkauf erfolgt in Form einer öffentlichen Auktion. Neben estnischen Investoren haben auch Unternehmen aus Finnland, den Niederlanden, Litauen und Deutschland Interesse am Kauf bekundet.
Der Insolvenzverwalter Indrek Leppsoo (Indrek Lepsas) teilte mit, dass die Vorbereitungen für den Verkaufsprozess länger als üblich gedauert hätten, da „E-Piim Tootmine“ als laufendes Unternehmen und in zwei Teilen verkauft wird.
„E-Piim Tootmine“ wurde am 11. März dieses Jahres für insolvent erklärt. Die Gläubiger beschlossen, die Geschäftstätigkeit des Unternehmens während der Insolvenz fortzusetzen, da dies den besten Schutz für die Vermögenswerte gewährleistet. Gemäß dieser Entscheidung arbeiteten die Produktionsstätten von „E-Piim Tootmine“ mit einer Auslastung von bis zu 30 Prozent, während die Verpackungsanlage in Peltsama – mit voller Kapazität, da die Belieferung der Kunden im Einzelhandel als Priorität angesehen wurde. Während der Insolvenzphase beglich das Unternehmen seine Zahlungen an die Milcherzeuger und andere Partner fristgerecht.
Die neue Käsefabrik von „E-Piim Tootmine“ in Paide gehört zu den modernsten in Europa. Sie kann täglich bis zu 1.200 Tonnen Rohmilch verarbeiten. Im vergangenen Jahr exportierte das Unternehmen mehr als 90 Prozent seiner Produktion. Derzeit sind 180 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.
Zuvor wurde bekannt gegeben, dass die Insolvenzverwalter von „E-Piim Tootmine“ versuchen werden, die Fabriken des Unternehmens für fast 90 Millionen Euro zu verkaufen.