Warnungen für Geflügelzüchter: Ausbruch der Vogelgrippe im Bezirk Širvintos
Das Labor des Nationalen Instituts für Lebensmittel- und Veterinärrisikobewertung hat in einem nichtkommerziellen Geflügelhaltungsbetrieb ein hochpathogenes Vogelgrippevirus nachgewiesen. Dies ist der erste in diesem Jahr in Litauen festgestellte Ausbruch der Vogelgrippe in einer Geflügelhaltung.
Nach Angaben des Besitzers des Betriebs im Dorf Vindeikiai in der Gemeinde Musninkai im Bezirk Širvintos vermutete er Vogelgrippe, nachdem er festgestellt hatte, dass an einem Tag 20 Hühner und am nächsten Tag – weitere 12 Hühner sowie ein Truthahn – verdorben waren, hegte er den Verdacht auf Vogelgrippe. Die Untersuchung der entnommenen Proben bestätigte das Vorhandensein des Vogelgrippevirus.
Fachleute der Aufsichtsabteilung des Bezirks Vilnius des Staatlichen Lebensmittel- und Veterinärdienstes (VMVT) begaben sich zum Betrieb, töteten die verbleibenden Vögel, entnahmen weitere Proben und leiteten eine epidemiologische Untersuchung ein, um zu klären, wie das Virus in den Betrieb gelangen konnte.
„Die Vögel wurden auf dem Betrieb sowohl in Freigehegen als auch in einem umzäunten Bereich innerhalb der Betriebsgebäude gehalten. Allerdings erhöht der auf dem Gelände befindliche Teich das Risiko, sodass ein möglicher Kontakt mit Wildvögeln nicht ausgeschlossen werden kann. Selbst bei einem eingezäunten Gelände besteht weiterhin die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus über Ausscheidungen von Wildvögeln oder andere Umweltfaktoren eingeschleppt werden kann. Das Risiko steigt noch weiter, wenn Hausgeflügel auf offenes Gelände in der Nähe von Gewässern gelassen wird, an denen sich Wildwasservögel versammeln – die Hauptüberträger des Vogelgrippevirus. An solchen Orten ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus in den Bestand der gehaltenen Vögel gelangt, weiterhin besonders hoch“, sagt Vaida Barkovskienė, Leiterin der Aufsichtsabteilung der VMVT in Vilnius.
„Derzeit ergreifen wir alle notwendigen Maßnahmen, um den Krankheitsherd zu beseitigen, und appellieren erneut an alle Geflügelhalter, die Anforderungen an die biologische Sicherheit besonders verantwortungsbewusst zu beachten. Die Haltung von Vögeln im Freien in der Nähe von Gewässern oder an Orten, an denen sich Wildvögel aufhalten, birgt ein enormes Ansteckungsrisiko, daher müssen alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um den Kontakt mit Wildtieren zu vermeiden“, fährt Vaida Barkovskienė fort.
Empfehlungen für kleine Hausgeflügelhaltungen:
- Die Vögel sollten in geschlossenen Räumen oder in Gehegen mit Überdachungen gehalten werden, die vor dem Kontakt mit wildlebenden Zugvögeln schützen.
- Futter für Hausgeflügel so lagern, dass es vor Wildvögeln, Nagetieren und anderen Tieren geschützt ist, die das Virus mechanisch übertragen können.
- Verwenden Sie kein Wasser aus offenen Gewässern zur Tränkung von Hausgeflügel.
- Halten Sie Hausgänse und -enten getrennt von anderem Hausgeflügel.
- Besuchen Sie keine anderen Geflügelhaltungsbetriebe und vermeiden Sie direkten Kontakt mit Wildvögeln.
Wenn Sie in Ihrem Hausgeflügelbestand Anzeichen der Vogelgrippe bemerken, bei Hausgeflügel ein Absterben eintritt oder Sie ein verendetes Wildwassergeflügel entdecken, benachrichtigen Sie bitte so schnell wie möglich einen privaten Tierarzt und die VMVT