EU bietet Landwirten zusätzliche Mittel an, um den Ärger über das Mercosur-Handelsabkommen zu dämpfen

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Die Europäische Kommission (EK) hat am Dienstag den Landwirten, die über das Handelsabkommen mit dem südamerikanischen Mercosur-Block und die Pläne zur Überarbeitung der EU-Agrarsubventionen empört sind, ein Zugeständnis gemacht und zusätzliche Mittel für diesen Sektor zugesagt.

Die Kommission plant, ihren Haushaltsvorschlag für 2028–2034 anzupassen, damit die Landwirte neben anderen Reformen zur Unterstützung der europäischen Agrarindustrie rund 45 Milliarden Euro erhalten können, schrieb EU-Chefin Ursula von der Leyen in einem Brief.

Das MERCOSUR-Abkommen stößt bei den Landwirten, insbesondere in Frankreich und Italien, auf heftigen Widerstand.

Dieses Abkommen soll der EU helfen, mehr Fahrzeuge, Maschinen, Weine und Spirituosen nach Südamerika zu exportieren. Außerdem erleichtert das Abkommen den Zugang zum europäischen Markt für südamerikanisches Fleisch, Zucker, Reis, Honig und Sojabohnen.

Einige EU-Länder, wie Deutschland und Spanien, begrüßen das Abkommen, das dazu beitragen könnte, die Exporte in einer Zeit zu steigern, in der die weltweiten Handelsspannungen hoch sind.

Das Abkommen hat jedoch bei den Landwirten Besorgnis ausgelöst, die befürchten, dass sie von einer Flut billigerer Waren aus dem Agrarriesen Brasilien und seinen Nachbarländern verdrängt werden.

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