Unkrautbekämpfung ohne Herbizide: Mechaniker zurück auf dem Feld

Pöttinger PLANO.

Der Flachgrubber PLANO des österreichischen Herstellers Pöttinger begrüßt die neue Saison in einer technisch aktualisierten Version.

PLANO kann mehrere Funktionen in einem Arbeitsgang erfüllen. Er ist für die mechanische Unkrautbekämpfung, den Bodenerosionsschutz, die Saatbettbereitung, den Zwischenfruchtanbau und die mitteltiefe Bodenbearbeitung bis zu 15 cm konzipiert.

Dieses Gerätekonzept liegt im Trend der Zeit. Viele Betriebe sind bestrebt, die Anzahl der Fahrten und den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Jede zusätzliche Feldfahrt kann die Kosten um 5–10 € pro Hektar erhöhen. Die flache Bodenbearbeitung wird in einer Tiefe von 3–10 cm durchgeführt. Sie reduziert den Kraftstoffverbrauch um bis zu 30–50 % im Vergleich zum herkömmlichen Pflügen. Gepflügt wird in der Regel in einer Tiefe von 20–25 cm.

Eine der wichtigsten Verbesserungen – neue hochbelastbare Arbeitsteile, die die hintere Walze ersetzen können. Diese sind in drei Reihen angeordnet und sollen die Ernterückstände gleichmäßig verteilen und eine lockere, unverdichtete Bodenstruktur hinterlassen. Auf diese Weise wird das Unkraut nicht nur abgeschnitten. Sie werden zuverlässig auf der Oberfläche verteilt und trocknen ab.

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Besonders effektiv ist diese Lösung bei der Arbeit mit Kleegräsern oder anderen Zwischenfrüchten. Mit dem Schnellwechselsystem lässt sich das Striegelmodul in wenigen Minuten gegen die Heckwalze austauschen. Die hydraulische Verstellung ermöglicht eine präzise Einstellung der Arbeitsintensität. Bei Verstopfungen kann der Fahrer die Egge von der Kabine aus hydraulisch schwenken, auch während der Fahrt.

Eine weitere neue Lösung – ein Spiralfederzinkensystem für leichte bis mittlere Böden und die Saatbettbereitung. Die gefederte, vibrierende Bewegung ermöglicht es, feinere Bodenstrukturen zu erreichen und ein besseres Saatbett zu bilden. Dies verbessert die Keimung um 5–10%.

PLANO verfügt auch über einen Raupenrüttler zum Ausrütteln verdichteter Bereiche auf Traktorrädern. Auf diese Weise kann die Bodenstruktur dort wiederhergestellt werden, wo sie beschädigt wurde, ohne die Gesamtarbeitstiefe der Maschine zu verändern. Durch diese Technologie wird eine übermäßige Bodenbewegung vermieden. Sie verringert auch den Feuchtigkeitsverlust. Beim flachen Pflügen kann dieser Verlust im Vergleich zum tiefen Pflügen um bis zu 20–30% reduziert werden.

Die Konstruktion des PLANO besteht aus einem sechsstrahligen Rahmen und 37 dicht angeordneten Zinken, die eine gleichmäßige Bearbeitung des Bodens über die gesamte Arbeitsbreite ermöglichen. Diese dichte Anordnung der Arbeitselemente gewährleistet eine vollständige Oberflächenbearbeitung. Dies ist besonders wichtig für die chemiefreie Unkrautbekämpfung. Eine mechanische Bodenbearbeitung in einer Tiefe von 3–5 cm unmittelbar nach der Ernte kann bis zu 70–80 % der gekeimten Unkräuter abtöten, während eine erneute Bodenbearbeitung nach 10–14 Tagen diese Zahl auf 90 % erhöht.

Die konsequente Bodenbearbeitung wird auch dank der Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes immer wichtiger. Mit der EU-Strategie, den Einsatz von Pestiziden bis 2030 um rund 50 % zu reduzieren, gewinnen mechanische Mittel an Bedeutung. Solche Geräte verringern den Bedarf an Herbiziden, reduzieren die Bodenerosion und verbessern die Bilanz der organischen Bodensubstanz.

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