Illegaler Handel ist eine ernste Bedrohung für den Tierschutz
Rezente Studien der Europäischen Kommission haben gezeigt, dass der illegale Handel mit Hunden und Katzen weiterhin ein großes Problem in ganz Europa darstellt. Trotz strengerer Kontrollen stellen die Fälschung von Dokumenten, die illegale Zucht und der Transport von Tieren aus Drittländern wie Serbien, Russland, Weißrussland und der Ukraine nach wie vor eine ernsthafte Bedrohung für den Tierschutz und die öffentliche Gesundheit dar. Darüber hinaus werden Tiere aus Russland und Weißrussland oft zu jung, ungeimpft und mit gefälschten Veterinärbescheinigungen transportiert.
>Der Staatliche Lebensmittel- und Veterinärdienst (VMVT) erinnert daran, dass Litauen ab dem 3. Juni 2024 die Einfuhr von Heimtieren aus Russland und Weißrussland zu kommerziellen und nichtkommerziellen Zwecken über litauische Grenzkontrollstellen verbieten wird. Ab dem 16. September 2024 darf die Einfuhr von Tieren aus diesen Ländern nur noch vorbehaltlich zusätzlicher Gesundheitstests für Haustiere erfolgen, einschließlich der obligatorischen Tollwut-Antikörper-Titer.
„Diese strengen Vorschriften sollten den Zustrom von Tieren aus Drittländern eindämmen, doch aufgrund der hohen Nachfrage nutzen illegale Züchter häufig soziale Netzwerke oder Werbeplattformen, um Tiere mit falschen Angaben über ihre Herkunft und Pflegeanforderungen zu verkaufen. Die Besitzer, die solche Tiere kaufen, wissen oft nichts über ihr Verhalten und ihre Pflege, und in einigen Fällen werden sie aufgrund ihrer aggressiven Instinkte oder schwieriger Haltungsbedingungen anschließend in Tierheimen abgegeben. Käufer, die ein Tier erwerben möchten, sollten sich nur für seriöse, registrierte Züchter entscheiden, die sich an die Tierschutzstandards halten, und sich nicht von den niedrigeren Preisen beeinflussen lassen, die häufig von Händlern angeboten werden, die Tiere aus Drittländern transportieren. Wir empfehlen, die vom Züchter zur Verfügung gestellten Dokumente sorgfältig zu prüfen und sicherzustellen, dass das Tier einen Mikrochip hat und über die erforderlichen Impfungen verfügt", sagt Gintarė Mockevičienė, Leiter der Abteilung Tierschutz beim VMVT.
Die Behörden der Europäischen Union verstärken die Kontrollen des illegalen Handels in Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungs- und Grenzschutzbehörden. Im Jahr 2023 hat die Europäische Kommission eine Verordnung vorgeschlagen, die das Wohlergehen und die Rückverfolgbarkeit aller in der EU gezüchteten, verkauften und gehaltenen Tiere sicherstellen soll.
