GDT-Index steigt zum vierten Mal: Der Milchmarkt klettert nach oben

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Die Handelssitzung vom 17. Februar auf dem Parkett der „Global Dairy Trade“ (GDT) bestätigte den Trend der Erholung des globalen Milchmarktes, der sich seit Anfang des Jahres entwickelt hat. Der Gesamtpreisindex der GDT stieg in der letzten Sitzung um 3,6 % auf 1.202 Punkte.

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Die Indexergebnisse zeigen einen kontinuierlichen Preisanstieg in der vierten Sitzung in Folge. Dies ist ein klares Signal an die Marktteilnehmer, dass sich der Welthandel nach der Volatilität des Jahres 2025 allmählich stabilisiert und in eine Wachstumsphase übergeht. Seit Anfang des Jahres ist der GDT-Index um fast ein Fünftel gestiegen, was darauf hindeutet, dass sich die Preise bereits in einer Erholungsphase befinden.

Das wichtigste Merkmal dieser Sitzung – die sehr ausgeprägte Aufwertung von Milchfettprodukten. Der Preis für Butter stieg um mehr als 10 %, und auch das Segment der wasserfreien Milchfette verzeichnete ein starkes Wachstum. Diese Dynamik zeigt, dass es die Fetterzeugnisse sind, die derzeit die Hauptantriebskraft des Gesamtmarktes sind. Dies ist vor allem auf die sich erholende Nachfrage in der Lebensmittelindustrie, den Verbrauch und das begrenzte Angebot in einigen Regionen zurückzuführen. Traditionell reagieren die Preise für Fetterzeugnisse empfindlich auf Veränderungen der Nachfrage, so dass stärkere Ausschläge oft als Frühindikator für die Marktstimmung angesehen werden.

Das Segment der Molkereimehle wies ein moderateres, aber stabiles Wachstum auf. Vollmilchmehl stieg um etwa 2,5 % und Magermilchmehl um etwa 3 %. Diese Dynamik deutet darauf hin, dass die zugrunde liegende weltweite Nachfrage, insbesondere auf den asiatischen Märkten, weiterhin recht aktiv ist, dass die Käufer es aber noch nicht eilig haben, die Preise aggressiv anzuheben. Dies könnte mit der vorsichtigen Politik der Importeure zusammenhängen, die ihre Lagerbestände allmählich wieder auffüllen, um höhere Preisschwankungen zu vermeiden.

Diesmal fielen die Preise für Cheddar-Käse jedoch um 1 %, obwohl Mozzarella-Käse einen Anstieg verzeichnete (+5,0 %). Das Käsesegment ist oft stärker von regionalen Verbrauchstrends und dem Wettbewerb zwischen verschiedenen Exporteuren abhängig und kann daher eine andere Dynamik aufweisen als Mehl oder Fettprodukte.

In der Gesamtbetrachtung zeigen die vier aufeinanderfolgenden positiven GDT-Auktionen, dass der Markt einen klaren Aufwärtstrend entwickelt. Ein solcher Trend signalisiert tendenziell ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage und die Bereitschaft der Käufer, einen höheren Preis für das Produkt zu zahlen.

Längerfristig lohnt es sich jedoch, einen vorsichtigeren Ausblick zu bewahren. So könnte die Milcherzeugung in Europa und in Teilen anderer Regionen zunehmen, was in der zweiten Jahreshälfte zusätzlichen Druck auf die Preise ausüben könnte. Mit anderen Worten: Die derzeitigen Preissteigerungen spiegeln eher eine kurzfristige Erholung der Nachfrage und die Zyklizität des Angebots wider als einen längerfristigen Trend.

Die GDT-Handelsplattform gehört der neuseeländischen Genossenschaft „Fonterra“ und die hier verzeichneten Trends erreichen Europa erst etwa 1,5-2 Monate später. 

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