Die Milchpreise sind in den wichtigsten EU-Exportländern, einschließlich Litauen, gefallen
Der europäische Rohmilchsektor ist mit einem erheblichen Preisverfall konfrontiert. Große Milchkäufer wie Arla und Müller zahlen den Landwirten laut BBC inzwischen rund 24 % weniger als noch vor einem Jahr.
>Nach Angaben der Milchmarktbeobachtungsstelle der Europäischen Union (MMO) sind die Ab-Hof-Preise für Milch im Dezember 2025 nicht in allen Ländern der Gemeinschaft gesunken, aber die stärksten Rückgänge wurden in den wichtigsten Milchexportländern Belgien, Dänemark, Irland, Litauen und den Niederlanden verzeichnet. In diesen Ländern fielen die Ab-Hof-Preise im Laufe des Jahres um etwa ein Viertel.
>Nach Angaben der IOM lag der durchschnittliche EU-Agrarmilchpreis im Dezember letzten Jahres bei 48 Cent pro Kilo, das sind 12 % weniger als ein Jahr zuvor. Vorläufige Daten zeigen, dass sich der Preisrückgang im Januar fortgesetzt hat.
Analysten zufolge ist auf den europäischen Märkten seit September 2025 ein kontinuierlicher Rückgang der Preise für Molkereierzeugnisse, insbesondere für Butter und Magermilchmehl, zu beobachten. Die Rabobank weist darauf hin, dass sich dieser Trend im letzten Quartal des vergangenen Jahres fortsetzte, als die Rohstoffpreise für Milchprodukte aufgrund des Überangebots und der schleppenden Nachfrage auf den wichtigsten Exportmärkten stark fielen.
Von September 2025 bis zum Jahresende sank der Preis für Rohmilch am stärksten in den Niederlanden (22 %), Belgien (20 %) und Dänemark (16 %). In Litauen und Deutschland fielen die Preise um jeweils 14 % und in Irland um 10 %.
Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hat zu einer Anhäufung der Bestände in den EU-Lagern geführt und die Verarbeiter gezwungen, ihre Rohmilch-Einkaufspreise zu senken. Am stärksten ist der Druck auf die Exportländer, deren Leistung direkt mit den Schwankungen auf den Weltmärkten verbunden ist.