Es wird vorgeschlagen, Bio-Lebensmittel in Kindergärten seltener zu kontrollieren
Das Landwirtschaftsministerium schlägt vor, die Produktion von Bio-Lebensmitteln seltener zu kontrollieren, vor allem in Kindergärten.
Für Verpflegungs- und Lebensmittelzubereitungsbetriebe, die über ein Bio-Gütesiegel verfügen, wird vorgeschlagen, den Bio-Anteil halbjährlich zu berechnen und nicht mehr vierteljährlich, wie es derzeit der Fall ist.
Wie das Ministerium angibt, wird dies vorgeschlagen, um den Verwaltungsaufwand zu verringern und den selten auftretenden Verstößen Rechnung zu tragen.
„Angesichts des sehr geringen Ausmaßes an Verstößen müssen Einrichtungen der ökologischen Gemeinschaftsverpflegung und Einrichtungen zur Zubereitung ökologischer Lebensmittel den Ökologieanteil seltener berechnen – nicht vierteljährlich, sondern halbjährlich“, – heißt es in dem Entwurf des Ministerialerlasses, der der Kontrollstelle für ökologische Produktion „Ekoagros“, dem Staatlichen Lebensmittel- und Veterinärdienst sowie dem Ministerium für Wirtschaft und Innovation zur Begutachtung vorgelegt wurde.
Zudem wird vorgeschlagen, „Ekoagros“ zu gestatten, solche Verpflegungs- oder Lebensmittelzubereitungsbetriebe nicht nur vor Ort, sondern auch aus der Ferne zu kontrollieren.
Wie die „Ekoagros“-Vertreterin Irma Minskienė gegenüber BNS erklärte, werden solche Gütesiegel meist an Kindergärten vergeben: „Derzeit verfügen 21 Einrichtungen über das Gütesiegel. Hauptsächlich sind das Kindergärten.“