Neue CBAM-Steuer auf den Schultern der Landwirte: Litauen entwickelt noch seine Position
Angesichts der Bedenken der Landwirte gegen die neue Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)-Steuer versichert Finanzminister Kristupas Vaitiekūnas, dass die Regierung die Position der landwirtschaftlichen Vertreter des Landes ernst nimmt und sie bei der Diskussion auf europäischer Ebene berücksichtigen wird.
„Das Thema wird auf europäischer Ebene behandelt, und wie die Position Litauens sein wird – wir werden sehen. Es stimmt, dass die Landwirte sehr deutlich auf die Risiken hingewiesen haben, die sie in den Düngemittelpreisen sehen, und wir nehmen sie ernst", sagte Vaitiekūnas diese Woche gegenüber Reportern.
„Wenn es darum geht, eine Position im europäischen Kontext zu haben – werden wir sicherlich eine haben. (...) Wir verstehen, dass ihre Situation nicht einfach ist", sagte der Finanzminister.
Das Ministerkabinett sei sich auch der Schwierigkeiten bewusst, mit denen die Landwirte beim Zugang zu Krediten für Betriebskapital konfrontiert seien.
K. Vaitiekūnas sagte, dass das Finanzministerium die Möglichkeit prüfe, diese Dienstleistung über die nationale Entwicklungsbank ILTE anzubieten, dass dies aber durch die Regulierungsmechanismen der Europäischen Union (EU) behindert werde.
„Bislang haben die Landwirte keinen Zugang zu Betriebsmittelkrediten über die ILTE. Wir arbeiten an diesem Thema und versuchen, auf die Bedürfnisse der Landwirte einzugehen, aber die Angelegenheit ist aufgrund der europäischen Vorschriften nicht ganz einfach. Es ist richtig, dass in dieser Richtung gearbeitet wird", sagte das Kabinettsmitglied.Die ELTA erinnert daran, dass Premierministerin Inga Ruginienė am Freitag mit Vertretern des litauischen Bauernverbandes (LFA) in der Regierung zusammenkam, um die CBAM-Steuer zu erörtern, die die litauischen Landwirte voraussichtlich in naher Zukunft zu zahlen haben werden.
Nach der Diskussion mit den Landwirten sagte Frau Ruginienė jedoch, dass sie der Meinung ist, dass das Inkrafttreten dieser Steuer verschoben werden sollte.
Die Regierungschefin erörterte auch die Frage der ILTE-Vorzugskredite und die sinkenden Milchpreise. Letzteres wurde von den Landwirten vorgeschlagen, indem sie bei der Europäischen Kommission (EK) eine gezielte Unterstützung aus der Krisenreserve beantragen und den Verwaltungsaufwand reduzieren.