89 Schafe von Zugrädern getötet: Landwirte müssen 26.000 Euro zahlen
Nach einem Zusammenstoß mit einer Schafherde in Portugal hat der Betreiber der Eisenbahninfrastruktur von zwei Landwirten mehr als 26 000 Euro für Schäden an einem Zug und Verkehrsbehinderungen gefordert.
Der Unfall ereignete sich bereits am 28. Dezember 2025. Doch erst jetzt wird klar, welchen Schaden die Bahngesellschaft geltend gemacht hat.
Ein regionaler Personenzug, der um eine Kurve fuhr, entdeckte eine Schafherde auf den Gleisen. Trotz Vollbremsung konnte ein Zusammenstoß nicht vermieden werden – nach dem Aufprall kam die Formation erst nach etwa 540 Metern zum Stehen.
Bei dem Unfall kamen 89 Schafe ums Leben. Davon gehörten 65 zu einem Landwirt und 24 zu einem anderen. Neben dem Verlust des Viehs drohen den Besitzern nun auch finanzielle Einbußen.
Aufgrund des Unfalls wurden sechs Flüge gestrichen und zwei weitere teilweise annulliert. Insgesamt hatten 36 Züge eine Verspätung von 580 Minuten, also fast 10 Stunden. Auch ein Zug wurde beschädigt.
Die Vertreter der Landwirte bestreiten die Schadensersatzforderung und behaupten, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Der Fall hat große Aufmerksamkeit erregt, da er einen Präzedenzfall dafür schaffen könnte, inwieweit Viehhalter für auf Bahngleise gefallenes Vieh haftbar gemacht werden können.
Schafe und anderes Vieh, das auf Verkehrswege (Straßen, Eisenbahnen) fällt, kommt in südlichen Ländern häufig vor.