Er wird unsere Höfe zerstören. Landwirte über den EU-Mercosur-Vertrag (VIDEO)
Milchbauern könnten sehr schwierige Tage bevorstehen, wenn das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur-Block aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay endlich in Kraft tritt.
Die möglichen Folgen dieses Abkommens für die litauische Landwirtschaft werden immer häufiger diskutiert, aber einige Entscheidungen werden noch im Stillen getroffen. Obwohl offiziell angekündigt wird, dass rund 90.000 Tonnen Rindfleisch auf den EU-Markt kommen werden, was nur etwa 1,5 % des gesamten EU-Verbrauchs entspricht, warnen die Landwirte, dass das eigentliche Problem in der Qualität und nicht in der Quantität liegt.
Brasilien hat bereits öffentlich erklärt, dass das Mercosur-Abkommen mit der EU die Möglichkeit eröffnet, Premium-Rindfleisch anstelle von Billigfleisch zu exportieren, einschließlich Teilstücke, Schinken und andere hochwertige Teile des Schlachtkörpers. Dieses Segment hat den größten Einfluss auf den Ab-Hof-Preis von Rindern und bestimmt die Rentabilität der Betriebe. Nach Angaben von Landwirten in Frankreich und Irland könnten solche Importe bis zu 25 % des Rindfleischmarktes ausmachen.Das von Andrius Palionis geleitete Landwirtschaftsministerium hat sich dem Mercosur-Abkommen nicht widersetzt, konnte es aber bisher im Europäischen Parlament mit knapper Mehrheit blockieren. Das Abkommen wurde dem Gerichtshof der Europäischen Union zur Prüfung vorgelegt, aber die Landwirte befürchten, dass dies nur eine vorübergehende Zwischenlösung vor einer endgültigen Entscheidung sein könnte, die die Struktur der Rindfleischeinfuhren in die EU grundlegend verändern würde.
Was denken die litauischen Landwirte darüber?
Warum hat es in unserem Land keine Proteste zu diesem Thema gegeben?
Wird die Stimme der Landwirte in Brüssel wirklich gehört?
Der Sender Agrobitė play“ besuchte den Bezirk Kaišiadorys, wo die Landwirte Jolanta und Martynas Grey zusammen mit ihren Kollegen offen darüber sprachen, was das EU–Mercosur-Abkommen für die Rinderzucht, die Zukunft der Betriebe und das Überleben des ländlichen Raums bedeuten könnte.
Sehen Sie sich das Video an und hören Sie von den Landwirten selbst.
Abonnieren Sie den kostenlosen Kanal „Agrobitė play“, um über die wichtigsten Themen der litauischen Landwirtschaft auf dem Laufenden zu bleiben.
Wenn Sie den unabhängigen Agrarjournalismus unterstützen möchten, können Sie dies tun, indem Sie auf die Schaltfläche „Danke“ klicken, eine einmalige Spende leisten oder die Option eines kostenpflichtigen Abonnements nutzen, indem Sie auf die Schaltfläche „Beitreten“ klicken.
Danke, dass Sie „Agrobite play“ unterstützen.