Lettland wird die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf 12 % senken.
Die lettische Regierung hat beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von 21% auf 12% zu senken, und zwar für ein Jahr, von Juli dieses Jahres bis Juni nächsten Jahres.
Der niedrigere Mehrwertsteuersatz gilt in Lettland bereits für einheimisches Obst und Gemüse, wird aber in diesem Sommer auf alle Brotprodukte, Milch, Eier und frisches Fleisch, also Grundnahrungsmittel, ausgeweitet. Mit dieser Maßnahme will die Regierung die Kosten für die Warenkörbe der Verbraucher senken, insbesondere für die Waren, die sie am meisten benötigen.
Nach Ansicht von Kristel Mets, CEO von „Rimi Estonia“, ist dies eine wichtige Entscheidung, die auch als Beispiel für das estnische Steuersystem dienen könnte. Die Mehrwertsteuersenkung ist auch in Estland auf Interesse gestoßen, insbesondere nachdem die Mehrwertsteuer im letzten Sommer auf 24 % erhöht wurde. Nach Ansicht von Mets zeigt die Entscheidung der lettischen Regierung, dass Länder die Steuerpolitik nutzen können, um die Preisstabilität wiederherzustellen und die Bevölkerung auf eine Weise zu unterstützen, die den Marktteilnehmern nicht schadet.
„Der Schritt Lettlands beweist, dass Länder bewusste Entscheidungen treffen können, um die Preise für Grundnahrungsmittel zu senken und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Zuvor hatten wir dem Staat vorgeschlagen, Grundnahrungsmittel wie Milch- und Fleischprodukte sowie Obst und Gemüse in Estland mit einem Steuersatz von 9 % zu belegen. Lebensmittel sind kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis", stellte Mets fest und fügte hinzu, dass der Einzelhandel bereit sei, diese Änderungen schnell an die Verbraucher weiterzugeben, wenn der Staat eine Senkung der Lebensmittelpreise ermögliche.
Neben Lettland haben auch mehrere andere Länder ermäßigte Mehrwertsteuersätze für Grundnahrungsmittel eingeführt. So haben beispielsweise Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Rumänien, Spanien und Kroatien Mehrwertsteuersätze auf Grundnahrungsmittel von weniger als 10 Prozent.
Nach Angaben von Frau Mets sind die Lebensmittelpreise in den baltischen Ländern in den letzten Jahren besonders schnell gestiegen, was zu kleineren Warenkörben und knapperen Budgets für die Bevölkerung führt.