Die Plünderer werden in Vilnius "mit ihrem Inhalt" ankommen. Welchen Plan haben die Samogitaner für die Minister vorbereitet? (VIDEO)

Am 14. Mai um 11.00 Uhr organisiert der Bauernverband des Bezirks Telšiai in Vilnius (in der Nähe des Landwirtschaftsministeriums) einen öffentlichen Protest, bei dem die Landwirte den Behörden einen symbolischen Plan zur Güllebewirtschaftung vorlegen werden.

Die Organisatoren sagen, dass es sich nicht nur um einen Protest handelt, sondern auch um eine praktische Demonstration, die zeigt, warum die derzeitigen Anforderungen an Güllemanagementpläne ihrer Ansicht nach überzogen und teuer sind und keinen wirklichen Einfluss auf landwirtschaftliche Entscheidungen haben.

Nach Ansicht der Initiatoren der Kampagne liegt das Hauptproblem nicht im Umweltengagement selbst, sondern im bürokratischen System, das die Landwirte zur Erstellung von Dokumenten zwingt, die keinen praktischen Nutzen für den Betrieb bringen.

Die Landwirte betonen, dass sie nicht gegen Ordnung oder Umweltauflagen sind, aber sie sagen, dass sie sich nicht länger mit einer "Scheinkontrolle" abfinden können, bei der Papierpläne Vorrang vor echten agronomischen Entscheidungen haben. Wenn ein Gülleausbringungsplan keinen Einfluss auf reale Entscheidungen hat, sollte er nicht verbindlich sein", so die Organisatoren des Protests.

Die Landwirte sagen, das derzeitige System sei selbst für die Behörden schwer verständlich geworden. Nach der derzeitigen Regelung werden Düngepläne für Betriebe, die mehr als 30 Hektar Land düngen und die vorgeschriebenen Stickstoffgrenzwerte überschreiten, zur Pflicht. Gleichzeitig gelten einige der Anforderungen für verschiedene Kulturen unterschiedlich. In einigen Fällen sind Betriebe gleicher Größe und mit ähnlichen Tätigkeiten zur Erstellung von Plänen verpflichtet, in anderen nicht.

Nach den in Litauen geltenden Vorschriften dürfen Dung und Gülle nicht mehr als 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr in den Boden einbringen.

Die Organisatoren der Proteste weisen darauf hin, dass dieses System häufig zu einer doppelten Buchführung führt und weder auf die Erträge noch auf die Umwelt einen wirklichen Einfluss hat.

Im Vorfeld des Protestes fand Ende letzter Woche ein Treffen zwischen den Behörden und den Landwirten statt. Danach wurden einige Kompromisse und mögliche Änderungen besprochen, aber die Landwirte im Bezirk Telšiai haben nicht vor, die Aktion abzubrechen.

Da im Zentrum der Hauptstadt nur eine begrenzte Anzahl von Maschinen zur Verfügung stehen wird, werden die anreisenden Landwirte gebeten, sich im Voraus anzumelden. Die Organisatoren der Kampagne fordern alle auf, zusammenzuhalten und betonen, dass es nicht nur um einzelne Betriebe geht, sondern um die Zukunft der litauischen Landwirte insgesamt.

„Agrobitė play“, Chefredakteur des Senders Gediminas Stanišauskas, sprach mit Dainius Dargius, einem Landwirt aus der Region Telšiai, und Regina Bernatoniene, einer Landwirtin aus der Region Kaunas.

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