Der Ministerpräsident wird den Vertretern des Agrarrats einen Plan zur Entschädigung für die gestiegenen Kraftstoffpreise vorstellen

Traktorius. NMA nuotr.

Ministerpräsident Mindaugas Sinkevičius trifft sich am Montag mit Vertretern des Litauischen Agrarrats, um über Entschädigungen für Landwirte aufgrund der gestiegenen Kraftstoffpreise zu beraten.

„Bei dem Treffen mit dem Litauischen Agrarrat wird der geplante Mechanismus für Entschädigungen aufgrund der gestiegenen Energiepreise vorgestellt“, erklärte Gedas Salyga, Sprecher des Ministerpräsidenten, gegenüber der Nachrichtenagentur BNS.

Bei dem Treffen wird zudem nach Lösungen gesucht, wie die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Litauen gefördert und ausgebaut werden kann; außerdem werden die Position Litauens in den Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU sowie weitere Fragen erörtert.

BNS berichtete, dass für Entschädigungen an litauische Landwirte aufgrund gestiegener Düngemittel- und Kraftstoffpreise voraussichtlich 9,788 Millionen Euro an EU-Fördermitteln aus der Agrarreserve bereitgestellt werden sollen.

Angesichts der Absicht der Europäischen Kommission, die Mittel für die Landwirtschaft ab 2027 zu kürzen – einschließlich einer Senkung der Direktzahlungen an Litauen um 20 Prozent – erklärte der Berater des Präsidenten, Ramūnas Dilba, im April, dass die Regierung ähnliche Zahlungen für alle Landwirte in der Gemeinschaft anstreben müsse.

Der Vorsitzende des Agrarrats, Jonas Vilionis, forderte im April die gleichen Bedingungen wie für andere EU-Landwirte und erklärte, die Landwirte befänden sich in einer kritischen Lage und schlossen Proteste nicht aus.

Im vergangenen Herbst protestierten Landwirte aus Litauen und anderen EU-Ländern gegen die Absicht der Europäischen Kommission, die Finanzmittel für Landwirte ab 2027 zu kürzen. Landwirte aus ganz Europa sprachen sich einhellig gegen die vorgeschlagenen Änderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik, die Kürzung des Haushalts, die unfaire EU-Handelspolitik und die Bürokratie aus.

BNS berichtete, dass für Litauen im Zeitraum 2028–2034 sollen 4,386 Mrd. Euro bereitgestellt werden, was einem Rückgang von 20 Prozent gegenüber der vorherigen Finanzperspektive (5,485 Mrd. Euro) entspricht.

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