Ein einstündiger Horrorfilm oder eine Rettungsaktion für Pferde auf dem Bauernhof
Im Bezirk Ukmergė haben Feuerwehrleute ein im Sumpf stecken gebliebenes Pferd befreit. Wie die Feuerwehr und der Rettungsdienst mitteilten, ereignete sich der Unfall im Dorf Ratiškis, in der Nähe von Krikštėnai, in der Gemeinde Pivonija. Beim Eintreffen am Unfallort steckte das Pferd bis zum Hals fest. Mit vereinten Kräften konnte das Tier herausgezogen werden. Seine Besitzer, der Bauernhof Brangiosios uogos“, teilten die Details der Rettungsaktion in den sozialen Medien.
>Der Wintermorgen auf dem Bauernhof hat seine eigenen Rituale. Zuerst – mit den Pferden. Die meiste Zeit sind beide in der Scheune: ein ruhiger, vertrauter Ort.
„Aber irgendetwas war an diesem Morgen nicht in Ordnung“, – sagen die Besitzer des „Brangiosios uogos“ Bauernhofs auf sozialen Medien.
„Die Scheune ist leer. Nur Jasmine ist auf der Weide und steht an einem ungewöhnlichen Ort. Ein seltsames Gefühl läuft ihr über den Rücken: Ist sie geflohen? Vielleicht ist etwas passiert? Als wir uns nähern, steht sie still und gibt keinen Laut von sich. Doch da raschelt es im Gebüsch. Im Schein des Lichts blitzen Perons Augen über den Boden, „ sie schreiben „Kostbare Beeren“.
„Dann begann der Horrorfilm, eine Stunde lang (Gott sei Dank, nur eine Stunde), der erste Anruf beim BPC, das Gespräch ist kurz, wir legen den Hörer auf“, – sagen die Bauern.
„Wir rennen zum Haus, holen ein Seil, eine Kettensäge, kurze breite Bretter aus der Scheune, das Vierrad bleibt zum vierten Mal stecken, und wir rennen mit all unseren Sachen zurück. Wir klemmen das Seil unter Perons Achseln, ziehen es ein bisschen hoch und binden es an einen dickeren Ast, ok, wir verringern die Gefahr des Ertrinkens. Wir legen die Bretter unter die Vorderbeine, nichts passiert, das Eiswasser spuckt die Bretter aus. Ich mache eine Kettensäge, die schnappt beim zweiten Zug zu, wir schneiden das Eis von vorne durch und die Scheißsäge schnappt zu. Wir werfen sie zur Seite, stecken die Bretter weiter unter die Füße, hängen Perons Bauchseil mit den gefrorenen Händen an den Viererhaken und versuchen, Stück für Stück vorwärts zu kommen, was Peron zwar nicht hilft, ihn aber auch nicht untergehen lässt.
Von der Kirche kommt das erste Feuerwehrauto, gefolgt vom zweiten, sowie einem coolen Nachbarn mit einem schweren Traktor, den er nach einer Nachtschicht bei der Arbeit abgeholt hat. Die Leute springen auf, bauen einen Haufen Scheinwerfer zusammen und sagen, okay, wir legen die Schlingen unter das Pferd und versuchen, gemeinsam herauszukriechen. Wir legen die Schlingen an, das Wasser ist eisig mit Schlamm, unsere Hände schmerzen bis zur Übelkeit, valio – wir kommen durch. Die Feuerwehrleute übernehmen die Schlinge, wir ziehen eine weitere durch, sie schneiden die Äste mit der Säge durch, wir hängen die Schlinge hinter den Quad und beginnen, gemeinsam zu ziehen. Zwei Feuerwehrleute sinken bis zu den Knien in denselben Grundwasserleiter. Sie klettern heraus, wir richten uns auf und ziehen weiter. Peron klammert sich mit seinen Vorderbeinen fest, wir ziehen weiter, seine Beine werden taub, wir geben nicht auf, ein – zwei – Versuche und wir ziehen ihn auf dem Schnee liegend heraus. Wir denken einen Moment über seinen Zustand nach, dann steht der Herr auf und geht mit allen Seilen über die Weide zum Stall", sagen die Besitzer.
Die Feuerwehrleute fangen das Pferd nicht ein, sie sagen, es ist in Ordnung, bringt die Seile mit, wenn ihr dort ankommt, und gehen wieder.
„Wir gehen in den Stall, die Plattform ist ganz vereist, zitternd vor Kälte, denn die Sonne geht gerade auf, es ist -22 draußen. Okay, wir müssen uns aufwärmen. Wir sind trocken, wir sind beide wieder auf der Weide“, – schreiben die Bauern über die erfolgreiche Rettungsaktion.