Fleischhändler wegen betrügerischer Buchführung zu hohen Geldstrafen verurteilt

Asociatyvi nuotr.

Das Landgericht Vilnius hat sechs am Handel mit Fleischprodukten beteiligte Personen wegen betrügerischer Finanzbuchhaltung und der Angabe falscher Daten über Einkommen, Gewinn und Vermögen in einer organisierten Gruppe schuldig gesprochen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Das Gericht verurteilte die Verurteilten zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 83,4 Tausend Euro.

Die zivilrechtliche Forderung des Staatlichen Steuerinspektorats wurde fast vollständig erfüllt und die Verurteilten wurden zur Zahlung von 272.178 Euro an den Staat als Ersatz für den Vermögensschaden verurteilt.

Der Fall ergab, dass die beiden Angeklagten eine organisierte Gruppe von sechs Personen gebildet hatten, die ein komplexes und fiktives Steuerhinterziehungssystem ausnutzen wollte, um mehr Einnahmen durch den Einzel- und Großhandel mit Fleischprodukten zu erzielen.

Es wird behauptet, dass jedes Mitglied der organisierten Gruppe eine Rolle bei der Begehung der Straftat gespielt hat.

In diesem Schema erwarben Mitglieder der Gruppe nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden in den Jahren 2018-2019 im Namen von zwei fiktiven Unternehmen ohne reale Tätigkeit Fleischprodukte von polnischen Unternehmen für fast 1,3 Millionen Euro, die später in Litauen ohne Buchhaltungsunterlagen verkauft wurden.

Die Aufdeckung der Straftat wurde laut Staatsanwaltschaft dadurch erschwert, dass die Mitglieder der organisierten Gruppe konspirative Maßnahmen anwendeten, ein separater Raum zum Verstecken der Dokumente der fiktiven Unternehmen genutzt wurde, viele der Dokumente einfach vernichtet wurden und die fiktiven Unternehmen in das kriminelle Schema einbezogen wurden.

„Der Gerichtshof stellte fest, dass die Handlungen der Verurteilten zur Erreichung eines gemeinsamen kriminellen Ergebnisses gut organisiert, koordiniert und komplementär waren. Die Mitglieder der organisierten Gruppe handelten in vorheriger Absprache, sie waren sich der Rechtswidrigkeit ihrer Handlungen bewusst, sie hatten ein klares gemeinsames Ziel, und der Staat erlitt durch die nicht gezahlten Steuern einen ganz erheblichen materiellen Schaden", erklärte die Staatsanwaltschaft in einer Erklärung.

Um die Begleichung der zivilrechtlichen Forderung zu gewährleisten, ordnete die mit der vorgerichtlichen Untersuchung beauftragte Staatsanwaltschaft die vorübergehende Einschränkung der Rechte am Eigentum der Verurteilten an. Diese Einschränkung blieb in Kraft, bis die zivilrechtliche Forderung beglichen war.

Gegen dieses Urteil des erstinstanzlichen Gerichts kann Berufung eingelegt werden.

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