"Gericht verlängert Umstrukturierungsplan der Auga-Gruppe bis Mitte August
Das Landgericht Vilnius hat die Frist für einen der größten Bio-Lebensmittelhersteller im Baltikum, die Auga Group, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet, bis zum 19. August verlängert, um dem Gericht einen Umstrukturierungsplan vorzulegen.
Dem Unternehmen wurde eine Fristverlängerung gewährt, weil noch nicht alle Forderungen der Gläubiger anerkannt wurden, teilte das Unternehmen an der Vilniuser Börse via „Nasdaq“ mit. Aufgrund dieser Situation sind die Gläubiger des Unternehmens derzeit nicht in der Lage, Entscheidungen in der Umstrukturierungssache des Unternehmens zu treffen", so das Unternehmen.
„Auga Group“ hat Ende Juni einen Plan ausgearbeitet, über den die Aktionäre des Unternehmens am 14. Juli abstimmen sollten.
Nach Angaben des Unternehmens haben die Gerichte die Forderungen der Gläubiger in Höhe von 48,7 Millionen Euro noch nicht anerkannt, was bedeutet, dass das Unternehmen nicht in der Lage ist, die gesetzlich vorgeschriebene Mehrheit der Gläubiger zu erreichen.
BNS hatte zuvor berichtet, dass „Auga Group“ Gläubigerforderungen in Höhe von insgesamt 94 Millionen Euro hat. Die strittigen Forderungen beziehen sich hauptsächlich auf die Verpflichtungen des Unternehmens, wie z.B. Bürgschaften und Garantien für andere Unternehmen der Gruppe, die ebenfalls umstrukturiert werden.
Die Umstrukturierung zielt darauf ab, die Gläubiger bis 2029 zu befriedigen und die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens konzernweit zu verbessern.
Das Restrukturierungsverfahren wurde am 6. Januar vom Gericht eröffnet, wobei „Valnetas“ zum Verwalter bestellt wurde.
Kęstutis Juščius, Vorstandsvorsitzender der Gruppe, erklärte, dass die Umstrukturierung aufgrund der finanziellen Herausforderungen eingeleitet wurde, die durch Inflation und steigende Produktionskosten sowie volatile Preise für organische Rohstoffe verursacht wurden.
