Die Europäische Union und der Mercosur unterzeichnen ein Freihandelsabkommen
Die Europäische Union und der lateinamerikanische Handelsblock Mercosur haben am Samstag in Asunción ein umstrittenes und lang erwartetes Freihandelsabkommen unterzeichnet.
Mit dem Abkommen wird eine der größten Freihandelszonen der Welt geschaffen, die mehr als 700 Millionen Menschen betrifft und ein geschätztes Produktionsvolumen von 22 Billionen US-Dollar umfasst.
Das Abkommen zwischen den 27 EU-Mitgliedstaaten und den Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay soll den Handel zwischen diesen Wirtschaftsblöcken stärken.
Die neue Freihandelszone gilt auch als Signal, um ein Gegengewicht zur protektionistischen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump zu schaffen. Ziel ist es, Handels- und Zollschranken zwischen der EU und den Mercosur-Ländern so weit wie möglich abzubauen.
Die Verhandlungen, die 1999 begannen, sind immer wieder ins Stocken geraten, unter anderem weil die europäischen Landwirte befürchten, dass sie sich an unterschiedliche Standards halten müssen.
Das Abkommen muss noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden, damit es in Kraft treten kann.