Mit den Milchverarbeitern wurden die Exportmöglichkeiten sowie die Herausforderungen auf den ausländischen Märkten erörtert
Der stellvertretende Landwirtschaftsminister Rolandas Taraškevičius, das Landwirtschaftsministerium (ŽŪM), sowie von Fachleuten des Staatlichen Lebensmittel- und Veterinärdienstes mit Vertretern der landesweiten Milchverarbeitungsbetriebe und -verbände wurden Fragen zu Ausfuhrgenehmigungen und Maßnahmen zur Exportförderung sowie Freihandelsabkommen, Herausforderungen und Möglichkeiten zur Ausweitung der Absatzmärkte für litauische Produkte weltweit erörtert.
„Wir sehen im Milchverarbeitungssektor wirklich zahlreiche neue Möglichkeiten und möchten dabei helfen, diese zu nutzen. Dazu ist jedoch ein ständiger Informationsaustausch erforderlich. Ich schlage vor, die Möglichkeit regelmäßiger Treffen in Betracht zu ziehen – so können wir wesentlich schneller auf die Bedürfnisse der Wirtschaft reagieren, Probleme lösen und gemeinsam langfristige Schritte planen“, – betonte der stellvertretende Landwirtschaftsminister R. Taraškevičius bei dem Treffen.
Dr. Antanas Venckus, Leiter der Abteilung für internationale Angelegenheiten und Exportförderung des Landwirtschaftsministeriums, gab einen Überblick über die wichtigsten Freihandelsverhandlungen der Europäischen Union und die kürzlich unterzeichneten Abkommen. Es wurde erörtert, wie sinkende tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse den Unternehmen unseres Landes neue Exportmärkte eröffnen. Es wurde darauf hingewiesen, dass diese Abkommen den litauischen Milchverarbeitern einen spürbaren Wettbewerbsvorteil verschaffen, der endgültige Erfolg jedoch auch vom Beitrag der Exporteure selbst abhängt – ihrer Fähigkeit, sich schnell an die spezifischen Anforderungen von Drittländern anzupassen.
Vertreter des Staatlichen Lebensmittel- und Veterinärdienstes informierten die Teilnehmer des Treffens über den aktuellen Stand der Abstimmung von Ausfuhrgenehmigungen und Veterinärbescheinigungen mit Drittländern in den für den Sektor relevantesten Märkten.
Der Landwirtschaftsattaché im Vereinigten Königreich, Deividas Kliučinskas, stellte die Besonderheiten des dortigen Marktes vor und teilte Erkenntnisse mit, die derzeit für litauische Hersteller von Milchprodukten besonders relevant sind. Der stellvertretende Minister R. Taraškevičius wies darauf hin, dass das Vereinigte Königreich nach wie vor der wichtigste Exportmarkt für EU-Lebensmittel ist – allein die Exporte der EU-Länder in dieses Land übersteigen 53 Mrd. Euro, und in den Kategorien Käse und Butter nehmen europäische Produkte hier eine führende Position ein.
Dennoch sind die Exportzahlen für litauische Milchprodukte auf dem britischen Markt nach wie vor vergleichsweise gering. Die Teilnehmer des Treffens diskutierten intensiv darüber, was diese Situation bedingt, was geändert werden sollte und welche Maßnahmen den Unternehmen unseres Landes helfen würden, sich auf diesem vorrangigen Markt effektiver zu etablieren und im Wettbewerb zu bestehen.
Bei dem Treffen tauschten sich Vertreter der milchverarbeitenden Industrie über ihre täglichen Herausforderungen und praktischen Erfahrungen aus. Die Wirtschaft hat klar benannt, welche Unterstützung sie sich am meisten von den zuständigen Behörden erhofft, um ihre Position auf den Exportmärkten zu stärken und neue Handelsbeziehungen zu knüpfen.