"Anleihegläubiger der Auga-Gruppe stimmen dem Verkauf von Baltic Champs zu
Die Anleihegläubiger von „AWG investment 1“, einer sekundären Verwaltungsgesellschaft der „Auga Group“, einem der größten Hersteller von Bio-Lebensmitteln in den baltischen Staaten, die sich in einer finanziellen Umstrukturierung befindet, haben sich bereit erklärt, ihr verpfändetes Pilzgeschäft „Baltic Champs“ zu verkaufen.
Die Entscheidung wurde am 15. Januar getroffen, berichtete „Nasdaq“ Vilnius Stock Exchange über „Auga Group“.
Darüber hinaus wurde beschlossen, das Fälligkeitsdatum der Anleihen bis zum 1. September zu verlängern.
Im Dezember gab das Unternehmen bekannt, dass „AWG investment 1“ mit seiner zweiten Anleihe in Höhe von 4,984 Mio. EUR in Verzug geraten war, mit der Zusage, diese nach dem Verkauf von „Baltic Champs“ zurückzuzahlen.
Am 5. Dezember gab das Unternehmen bekannt, dass es einen Vorvertrag über den Verkauf von Anteilen an Baltic Champs an das lettische Familienunternehmen Mhitaryjans unterzeichnet hat. Der Großteil des Erlöses aus dieser Transaktion wird für die Rückzahlung der Anleihen und Zinszahlungen verwendet.
>Das Unternehmen hatte geplant, die Anleihen am 10. November letzten Jahres zurückzuzahlen, zahlte aber nur die Zinsen und verschob das Fälligkeitsdatum auf den 5. Dezember, was dann aber nicht geschah.
Im August letzten Jahres berichtete das Portal „Verslo žinios“, dass „AWG Investment 1“ im Rahmen einer Privatplatzierung 5 Millionen Euro von professionellen Anlegern aufgenommen und Anleihen mit einem Zinssatz von 14 % ausgegeben hatte. Die zugrundeliegenden Anleihen wurden durch eine Verpfändung von 100 % des Kapitals eines anderen Unternehmens der Gruppe, Baltic Champs, besichert.
Im vergangenen Januar wurde bekannt gegeben, dass die Anleihegläubiger beschlossen hatten, die vorzeitige Rückzahlung der Anleihen nicht zu fordern. Kęstutis Juščius, Vorstandsvorsitzender der Auga-Gruppe, sagte damals, dass diese Entscheidung es dem Unternehmen ermöglichen würde, seine Geschäftstätigkeit rechtzeitig und ordnungsgemäß fortzusetzen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen.
Wie BNS berichtet, wurde der Umstrukturierungsplan des Unternehmens, nachdem er im August letzten Jahres von den Aktionären und Gläubigern genehmigt worden war, am 2. September vom Regionalgericht Vilnius gebilligt.
Bis Ende 2029 erwartet die Auga-Gruppe, ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig zu erfüllen und ihre Schulden von 83,4 Mio. EUR auf Null zu reduzieren.