EU-Milchpreise sinken weiter: Auch in Litauen ist ein Rückgang zu verzeichnen
Die durchschnittlichen Ab-Hof-Preise für Rohmilch in der Europäischen Union (EU) sind in diesem Jahr stetig gesunken, allerdings langsamer, von 5,9 % im Januar auf 1,8 % im März, also auf 43 Cent pro Kilogramm.
Die Milchmarktbeobachtungsstelle (MMO) der Europäischen Kommission teilte mit, dass der durchschnittliche Ab-Hof-Preis für Rohmilch in der EU im Februar dieses Jahres um 18 % niedriger war als vor einem Jahr. 
Die größten Preisrückgänge im Vergleich zum Februar 2025 wurden in Belgien und Litauen (jeweils 31 %), den Niederlanden (29 %), Dänemark (28 %), Irland und Deutschland (jeweils 25 %) verzeichnet. Gleichzeitig waren die Milchpreise im Februar in nur fünf EU-Mitgliedstaaten höher als ein Jahr zuvor.
Im Januar dieses Jahres stiegen die Milchkäufe in der EU im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 % oder 591.000 Tonnen. Zuwächse wurden aus 20 Mitgliedstaaten gemeldet, wobei Belgien (10 %), Zypern (9 %) und Österreich (9 %) die höchsten Steigerungen verzeichneten.
Die größten Rückgänge bei den Milchkäufen wurden im gleichen Zeitraum in Rumänien (11%), Estland (7,4%) und Lettland (4,6%) verzeichnet.
In Übereinstimmung mit der Zunahme des Rohstoffangebots ist auch die Milcherzeugung in der EU gestiegen. Im ersten Monat des Jahres 2026 nahm die Erzeugung von Magermilchpulver (20,9 %) und Butter (8,4 %) im Vergleich zum Januar des Vorjahres am stärksten zu. Auch die Produktion von fermentierten Produkten, Käse und Kondensmilch nahm zu.
>Die Daten der GMO zeigen, dass in den vier Wochen bis zum 22. März 2026 der Preis für Butter um 4,6 %, für Magermilchpulver um 9,5 %, für Vollmilchpulver um 5,8 %, für Käse um 3,4 % und für Molkenpulver um 15,7 % gesunken ist. 
Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt sind die Preise für Butter, Magermilchpulver und Vollmilchpulver weiterhin um 21,9 %, 6 % bzw. 12,1 % gesunken, wobei Molkenpulver mit einem Anstieg von 36 % in diesem Zeitraum am stärksten hervorsticht.