Copa-Cogeca äußert Bedenken hinsichtlich der Unkrautbekämpfung im Getreidesektor

Grūdai. ŽŪR nuotr.
In dem Schreiben wird Besorgnis über die Probleme bei der Unkrautbekämpfung im EU-Getreidesektor geäußert und gefordert, dass diese Probleme bei politischen Fragen berücksichtigt werden, um die Nachhaltigkeit des Sektors und die künftige Effizienz der Getreideproduktion zu gewährleisten.

Die Verbände, die den EU-Getreidesektor vertreten, bringen ihre Besorgnis über die potenziellen Risiken von technischem Unkraut und die negativen Auswirkungen auf die EU-Getreideproduktion zum Ausdruck.

Die EU ist einer der größten landwirtschaftlichen Erzeuger der Welt und produziert jedes Jahr rund 270 Millionen Tonnen Getreide, was etwa 10 % der gesamten Weltgetreideproduktion entspricht. Darüber hinaus ist die EU der zweitgrößte Weizenexporteur der Welt und exportiert jährlich rund 47 Millionen Tonnen Getreide, was zur weltweiten Nahrungsmittelversorgung und zur geopolitischen Stabilität beiträgt.

Obwohl der EU-Getreidesektor nach wie vor sehr wichtig ist, stagnierte die Getreideproduktion in den letzten 20 Jahren und die Erträge gingen zurück. Die Unkrautbekämpfung hat zusammen mit anderen Faktoren wie klimatischen Bedingungen, Schädlingen und Bodenqualität einen großen Einfluss auf die Getreideproduktion. Unkontrollierte Unkräuter können die Erträge um bis zu 50 % verringern, die Qualität des Getreides beeinträchtigen und Bedenken hinsichtlich der Ernährungssicherheit wecken.

Die hohe Bedrohung durch Unkraut kann dazu führen, dass Getreide, das für die Ernährung angebaut wird, nur noch für Futtermittel oder Bioenergie geeignet ist. Unkräuter können nicht nur die Ernteerträge verringern, sondern auch die Marktpreise beeinflussen. Einige Unkräuter, wie z. B. zweikeimblättrige Pflanzen, stellen auch ein Risiko durch gefährliche Toxine wie Alkaloide dar. Verunreinigtes Getreide kann zwar gereinigt werden, aber das Verfahren ist teuer und beeinträchtigt die Qualität des Getreides.

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Die Unkrautbekämpfung hat daher für die Getreideerzeuger in der EU hohe Priorität. Die Landwirte nutzen eine Vielzahl von Maßnahmen wie nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden, mechanisches Jäten und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM). Außerdem werden immer häufiger langfristige Fruchtfolgen, angepasste Aussaattermine zur Unkrautbekämpfung und eine geringere Abhängigkeit von konventionellen Pflanzenschutzmitteln angewandt.

Obwohl integrierte Unkrautbekämpfungsansätze es den Landwirten ermöglicht haben, Unkräuter wirksamer zu bekämpfen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, ist ihre Auswahl immer noch begrenzt. Daher muss sichergestellt werden, dass bestehende Pflanzenschutzmittel und ihre Wirkstoffe nicht verboten werden, bis sichere, wirksame und wirtschaftlich nachhaltige Alternativen entwickelt sind.

Um eine Krise bei der Unkrautbekämpfung zu vermeiden und die Nachhaltigkeit des EU-Getreidesektors zu gewährleisten, ist es unerlässlich, die bestehenden Wirkstoffe weiterhin zu unterstützen und Innovationen und Alternativen zu fördern, damit die Unkrautbekämpfung wirksam und kosteneffizient bleibt.

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