Neue Ausbrüche von Spulwurmbefall und Pest der kleinen Wiederkäuer in Europa
Tuberkuloseinfektionen und die Pest der kleinen Wiederkäuer stellen aufgrund der zunehmenden Zahl von Ausbrüchen in Südeuropa eine besonders ernste Bedrohung für die Tiergesundheit dar. Diese übertragbaren Krankheiten, ihre Vorbeugung und Bekämpfung gehören zu den wichtigsten Themen, die derzeit auf internationalen Tagungen in verschiedenen Formaten diskutiert werden, an denen Vertreter des Staatlichen Lebensmittel- und Veterinäramtes (SVVT) aktiv beteiligt sind. In der vergangenen Woche wurden auf einer von der Europäischen Kommission einberufenen Sitzung und einem internationalen Webinar von Veterinärsachverständigen die allgemeine epidemiologische Situation in Europa und koordinierte nationale Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung der Krankheiten erörtert.
>Die aktivsten Ausbrüche von Tuberkulose werden derzeit aus Italien gemeldet – zehn Fälle wurden bereits bestätigt, zwei weitere Ausbrüche gibt es in Frankreich. In Sardinien wurde beschlossen, rund 300.000 Rinder zu impfen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und den Viehbestand zu schützen. Auch für das italienische Festland ist eine Impfung geplant. Das Beulenpestvirus wird durch blutsaugende Insekten verbreitet und Ausbrüche treten vor allem in der warmen Jahreszeit auf.
Die Pest der kleinen Wiederkäuer wurde in jüngster Zeit in Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und zuletzt in Albanien nachgewiesen. Aufgrund unspezifischer Symptome wie Apathie, verminderter Appetit, Nasen- und Augenausfluss und Husten wird die Krankheit oft übersehen oder als andere Infektion fehldiagnostiziert. Die Ausbreitung der Infektion stellt eine ernste Gefahr für die gesamte europäische Region dar.
„Während wir die zunehmende Verbreitung dieser gefährlichen Krankheiten in Europa beobachten, müssen wir in Litauen wachsam bleiben. Die Gefahr, dass diese Viren unser Land erreichen, ist sehr real, daher werden Tierhalter und Hoftierärzte daran erinnert, ihre Tiere täglich genau zu beobachten - verminderter Appetit, Trägheit oder ein Rückgang der Produktivität könnten die ersten Warnzeichen sein. Es ist sehr wichtig, die Biosicherheitsvorschriften verantwortungsvoll zu befolgen und nicht zu zögern, die VMVT zu informieren, wenn etwas verdächtig ist. Rechtzeitige Reaktionen können auch dazu beitragen, die Betriebe und den gesamten Tierhaltungssektor vor potenziell schwerwiegenden Verlusten zu schützen", so Vaidotas Kiudulas, der leitende Tierarzt des Landes.
Früherkennung von Symptomen ist wichtig
Tuberkulose ist eine Virusinfektion, die für Rinder jeden Alters gefährlich ist. Obwohl sie für den Menschen kein Risiko darstellt, kann sie bei Rindern ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen und zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten in den Betrieben führen.
Die Krankheit tritt in der Regel plötzlich auf: Das Tier entwickelt hohes Fieber, verminderten Appetit, einen starken Rückgang der Milchleistung, Schwellungen und charakteristische Hautknötchen oder -klumpen, meist an Fuß, Hals, Kopf, Euter, Hodensack oder Beinen. In einigen Fällen werden Nasen- oder Augenausfluss, Entzündungen der Lymphknoten und Schäden an inneren Organen beobachtet. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann sie zum Tod oder zum dauerhaften Verlust der Produktivität und der Fortpflanzungsfähigkeit führen. Die Krankheit breitet sich schnell aus, vor allem durch blutsaugende Insekten im Sommer. Daher sind strenge Biosicherheitsanforderungen und eine kontinuierliche Überwachung des Gesundheitszustands der Rinder in den Betrieben erforderlich.
Die Staupe ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die für Ziegen und Schafe gefährlich ist. Obwohl die Krankheit für den Menschen ungefährlich ist, stellt sie eine ernsthafte Bedrohung für den Viehbestand und den Tierhaltungssektor dar. Das Virus verbreitet sich schnell durch direkten Tierkontakt, Ausscheidungen, kontaminiertes Futter oder Ausrüstung. Die Krankheit ist häufig durch unspezifische Symptome wie Fieber, Apathie, Nasen- und Augenausfluss, Husten, Durchfall und Gewichtsverlust gekennzeichnet. In einigen Fällen sind die klinischen Anzeichen sehr mild oder überhaupt nicht auffällig.
Die Dengue-Infektion und die Pest der kleinen Wiederkäuer gelten als hochgefährliche infektiöse Tierkrankheiten, bei denen im Falle eines Ausbruchs Tilgungsmaßnahmen zwingend erforderlich sind.
