Europäische Kommission genehmigt 122 Mio. € litauische Beihilfe für die Achema

Asociatyvi nuotr. Gedimino Stanišausko nuotr.

Die Europäische Kommission (EK) hat eine Beihilfemaßnahme Litauens in Höhe von 122 Millionen Euro genehmigt, mit der die Dekarbonisierung der Düngemittelproduktion von AB ,,Achema“ unterstützt werden soll.

Die Maßnahme wird zur Verwirklichung der Ziele der Wasserstoffstrategie der Europäischen Union (EU), des Europäischen Green Deal und des Green Deal-Industrieplans beitragen, so die EK in einer Erklärung. Sie soll auch dazu beitragen, die Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen zu verringern.

„Diese Fazilität in Höhe von 122 Mio. € ermöglicht es Litauen, AB „Achema“ dabei zu unterstützen, seine Kapazitäten für Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen und für kohlenstoffarmen Wasserstoff auszubauen. Dies wird dazu beitragen, die Wertschöpfungskette für Düngemittel umweltfreundlicher zu gestalten, was im Einklang mit dem EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 steht. Gleichzeitig gewährleistet die Maßnahme, dass potenzielle Wettbewerbsverzerrungen auf ein Minimum beschränkt werden", wird Margrethe Vestager, die für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, in dem Bericht zitiert.

Die Beihilfe wird Berichten zufolge in Form eines direkten Zuschusses für die Installation eines alkalischen Elektrolyseurs mit einer Leistung von 171 MW in der AB-Anlage Achema in der Region Kaunas gewährt.

In der Mitteilung wird hervorgehoben, dass AB „Achema“ derzeit Wasserstoff aus Erdgas zur Herstellung von Ammoniak – dem Hauptrohstoff für die Düngemittelproduktion – verwendet. Die Elektrolyseanlage wird Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen und kohlenstoffarmen Wasserstoff erzeugen, der dann zur Herstellung von Ammoniak verwendet wird.

Der in dieser Anlage erzeugte Wasserstoff wird voraussichtlich 30 % des derzeit aus Erdgas hergestellten Wasserstoffs ersetzen, wodurch die Kohlendioxidemissionen (CO2) und die Nachfrage nach Erdgas verringert werden.

Der Elektrolyseur wird voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb gehen und in den 19 Jahren, die die Anlage voraussichtlich in Betrieb sein wird, fast 6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

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